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Samstag, 15. September 2012

Woll-Maus


Wieso schreibe ich hier unter dem Pseudonym Woll-Maus?
Zugegeben, dieses Pseudonym ist für eine Strickerin nicht besonders kreativ, aber ich habe es mir auch nicht ausgedacht *Stirn abwisch*. „Er war’s“, *auf meinen Mann zeig*. Und das kam so:

ich war bei meinem ersten Stricktreff und strickte munter vor mich hin. Da fragte mich Chra: „Bist du bei Ravelry?“. „Ravel-was?“ war da wohl meine Antwort. Chra hat mir daraufhin die wichtigsten Funktionen von Ravelry erklärt und teilweise auf ihrem Smartphone gezeigt. Ich habe mir die Webadresse aufgeschrieben (www.ravelry.com für alle noch nicht Raveler).
Wieder Zuhause erzählte ich meinem Mann von dem Stricktreff und eben von dieser Webseite, die ich gleich unter die Lupe nehmen wollte. Ich scheiterte aber sogleich am Türsteher: „Name? Codewort?“ Ich hatte keinen Ravelrynamen und auch kein Ravelrypasswort. Wie sollte ich denn bloß bei Ravelry heißen? Wenn ich keine Antwort weiß, dann frag ich natürlich den weltbesten Mann an meiner Seite. Er schaute nur kurz hoch und meinte: „Wollmaus“. Okay. Ich hatte einen Nick. Wollmaus schon vergeben. In einer etwas abgewandelten Typographie Woll-Maus war aber noch kein Nutzername vergeben. Und so war ich innerhalb von wenigen Minuten zur Woll-Maus geworden. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnte war, dass ich auch mal bloggen würde. Für mich gehen Ravelry und der Blog Hand in Hand und ich möchte nicht noch einen Namen haben, wenn ich blogge, also blieb ich auch für den Blog bei dem Namen.

Mit der Namensfindung für den Blog war es ähnlich, dieser ist aber ganz alleine auf meinem Mist gewachsen. „Verstrickt nochmal“. Es ist ja nicht gerade so, dass ich mich ständig verstricken würde – weder mit den Nadeln in der Hand noch im Leben. Da fluchen von Zeit zu Zeit Spaß macht und „verstrickt nochmal“ so schön nah bei „verflixt nochmal“ liegt, war der Name schnell gefunden. Ich weiß, ich könnte den Namen des Blogs auch ändern und die meisten von Euch würden ihn wohl auch aufgrund der gleichbleibenden URL trotzdem wiederfinden. Mach ich aber trotzdem nicht.
Neulich bin ich beim Bloglesen darauf gestoßen, dass mein Banner ziemlich langweilig ist. Nichts sagend. Öde. Fade. Unkreativ einfach eine Vorlage genutzt. So kann es nicht weiter gehen. Und wo wir schon dabei sind: ich brauche ein Maskottchen. Ein Bloghaustier. Eine Maus. Eine Woll-Maus.

Eine kostenfreie Anleitung bei Ravelry war schnell gefunden, Wollreste ebenso und so ist dieses kleine, possierliche Tierchen entstanden. Darf ich vorstellen: Woll-Maus!
Woll-Maus - Marisol the knitted mouse

Mittwoch, 8. August 2012

Was macht ein gut gestricktes Stofftier aus?


Immer wieder begegne ich Anleitungen oder Berichte über gestrickte Tiere und Figuren. Seien es nun Amigurumis (die ja meist gehäkelt werden) Mochimochis oder Alan Darts zauberhaften Entwürfen. Nur herangetraut habe ich mich noch nie so richtig.

Ich hatte Euch ja vor einigen Monaten von meinem Plan erzählt ein Affenpärchen nach einer Alan Dart Anleitung zu stricken. Da ich diese verschenken wollte und mir dann plötzlich klar wurde, dass sie dort gar nicht gebraucht werden würden, habe ich es dann gelassen. Meine Idee die Eule von Alan Dart zu stricken, gehört zu den meist gelesenen Posts in meinem Blog. Immer wieder, auch Monate später noch, klickt der ein oder andere auf dieses Posting. Sollte das ein Zeichen sein? Das Zeichen meiner Leser (bzw. mögliche Leser, da ich diejenigen, die auf der Suche nach Hilfe zu der Anleitung vermutlich eher vergrault habe, weil ich sie nie gestrickt habe).

Und es gibt Raveler/Blogger, die diese Eule sogar gleich mehrfach gestrickt haben. Ein sehr gutes Zeichen! Die Idee, die Eule mit einer Spieluhr zu versehen, finde ich nett. Da das erste Stofftier, dass ich stricken werde, vermutlich bei mir bleiben wird und nur über meinen Schlaf (und den meines Mannes) wachen wird, aber nur mäßig sinnvoll. Wobei so eine nette Spieluhr uns vielleicht ja auch in das Land der Träumenden rüberbegleiten könnte…  Vielleicht mag die Eule es sich ja auf dem Bücherregal im Schlafzimmer gemütlich machen.

Jetzt aber mal so ganz generell (und dafür wünsche ich mir Eure rege Unterstützung): was macht ein gutes, gestricktes Stofftier aus?

Mir sind bislang folgende Punkte eingefallen:
  • Gute Wolle: Waschbar, robust, möglichst nicht kratzend. Für meinen ersten Versuch wollte ich eigentlich Sockenwolle verwenden. Da nun aber bei Ravelry ALLE(!) Stricker(innen) dickeres Garn als Sockengarn verwendet haben und auch in der Anleitung dickeres Garn vorgesehen ist, werde ich diesen Plan wohl vergessen können. Ich habe noch überhaupt kein Gefühl dafür, wie viel Wolle ich je Farbe für ein Stofftier wie die Eule brauchen werde. Da ich die Lana Grossa Cool Wool so liebe (und die Merinowolle auch schön kuschelig ist), werde ich wohl die Eule aus der Cool Wool (der dünneren) stricken. Von der Cool Wool habe ich auch immer ein paar Reste in unterschiedlichen Farben, so dass ich nicht für einen Verbrauch von 10g ein ganzes Knäuel kaufen müsste. Das Braun für den Körper werde ich aber auf jeden Fall kaufen müssen.
  • Füllung: Das Stofftier sollte fest gefüllt werden, damit es eine gute Form erhält. Das Füllmaterial sollte wie die Wolle waschbar sein. Die Füllung sollte generell  nicht herausquellen, was mich gleich zum nächsten Punkt bringt:
  • Feste Maschen – ich bin keine Brettstrickerin. Also werde ich wohl mit sehr kleinen Nadeln arbeiten müssen, um am Ende nicht einen weiß-durchschimmernden Füllhintergrund zu haben.
  • Nettes Gesicht – kreisch!!! – Ich und Gesichter modellieren, aufsticken etc. Das kann was werden!
  • Harmonische Farbwahl
  • Altersangemessenheit (also olle Eule für zwei Erwachsene *g*)
  • Bei Stofftieren für Kleinkinder keine verschluckbaren Teile und alles sehr robust arbeiten
Fällt Euch noch etwas ein, was ich beachten sollte?

Cool Wool Reste
Beim Durchlesen der Anleitung wurde mir nochmal bewusst, dass für die Eule viel genäht werden muss. Das kann was werden! Indem ich Euch nun von Anfang an einbinde, zeige ich Euch auch direkt meinen Kampf mit meinem ersten Stofftierprojekt.  Ich werde zunächst mit Wolle in einem dunkleren Braun besorgen und mit dem Körper und Kopf beginnen. Die weitere Farbwahl mache ich dann nach und nach. Anhand des Wollverbrauchs für den Körper und Kopf werde ich wohl den genauen Bedarf für Nachthemd etc. ermitteln können. So kann ich dann auch sehen, ob und wie ich meine Reste einsetzen kann.