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Dienstag, 11. September 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 37/2012

Das Wollschaf fragt:
Ponchos sind auch dieses Jahr total in. Gestrickt oder gehäkelt, dass ist in diesem Fall egal. Habt ihr euch schon einen gestrickt oder steht das noch auf der Wunschliste?
Oder ist so ein Poncho nicht praktisch und euer Ding?
Vielen Dank an Bianca für die heutige Frage!

Ich bin Besitzerin eines Regenponchos, der mich schon null kleidet und was anderes erwarte ich auch nicht von einem gestrickten oder gehäkelten Poncho. Ganz ehrlich: wozu ein Poncho? Die Silouette gleicht einem Sack und so lässt er noch mehr Pfunde vermuten als ohnehin schon da sein. Von mir kommt ein eindeutiges: Poncho - nicht für mich.

Dienstag, 22. Mai 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 21/2012 - Maschenprobe


Das Wollschaf fragt heute:
Wie haltet ihr es denn eigentlich mit der Maschenprobe? Strickt ihr brav vor jedem Projekt eine Maschenprobe? Und wascht und spannt ihr die dann auch? Oder verzichtet ihr auf Maschenproben und strickt drauf los (in der Meinung, es wird schon irgendwie hinkommen)?
Vielen Dank an Connie für die heutige Frage!

Bei Socken, Tüchern, Schals und Co. mache ich normalerweise keine Maschenprobe. Nach den ersten Zentimetern überprüfe ich, ob das Maschenbild mir gefällt und das ist es dann auch schon. Je nach Garnstärke und gewünschtem Maschenbild variiere ich die Nadelstärke. Bei Socken weiß ich mittlerweile einfach, welche Maschenanzahl ich dann am Schaft etc. je nach Nadelstärke brauche. Die Anfänge haben mich jedoch einige recht enge Socken beschert, die nun angezogen werden, wenn ich weiß, dass ich die Socken nicht mehrmals am Tag an- und ausziehen werden (z.B. also nicht zu einer Yogastunde).

Für alle größeren oder spezielleren Strickprojekte mache ich Maschenproben. Z.B. für den Babystrampler, den ich gerade als Taufgeschenk stricke. Eigentlich wollte ich aus dem Garn ein ganz anderes Modell stricken, aber das gefiel mir dann doch nicht mehr so gut: keine Knopfleiste am Schritt zum schnellen Windelwechsel etc. Besonders süß fand ich jedoch die Stickereien mit den Margeritenstickereien. Also suchte ich mir ein anderes Modell heraus und wollte dies dann statt glatt rechts mit eben diesem Margeritenstickmuster versehen. Vorsichtig wie ich mittlerweile bin, fertigte ich eine Maschenprobe an. Das Ergebnis: weiße Margeriten auf weißem Grund gefielen mir dann doch nicht so sehr. Mein Mann schlug vor, die Margeriten in einer anderen Farben aufzusticken. Dies probierte ich an anderer Stelle der Maschenprobe aus - mit zwei unterschiedlichen Restgarnen. Gleich viel besser, aber ist das auch babytauglich? Schließlich entschied ich, dass die aufgestickten Margeriten, wenn ich sie babytauglich fest versticken würde, nicht schön aussehen würden und Stickereien, die Babyfinger schnell mal zum Spielen nehmen könnten, wollte ich nicht verwenden. Also zurück auf Start. 

Maschenprobe für Margeritenmuster
Hätte ich einfach drauflos gestrickt, wäre wohl ein untragbarer Strampler entstanden…Nun halte ich mich doch an die Anleitung und stricke den Sunshine-Strampler (Verena Herbst 2011) wie in der Anleitung angegeben. Er hat übrigens kurze Beine.

Rückteil des Sunshinestramplers
Ich bin von der Größe bei Babykleidung immer wieder überrascht, aber es passt 100% zu den Größenangaben in der Schnittzeichnung. Ich stricke den Strampler bewusst eine Nummer zu groß in 80/86, damit die Kleine nicht zu schnell rauswächst oder wohlmöglich zur Taufe schon nicht mehr reinpasst.

Das Garn ist Junghans Wolle Cotton-Plus in weiß. Als Kontrastgarn haben wir uns schließlich für das satte Gelb der Lana Grossa Merino Superfein entschieden. Dies Garn ist nicht nur optisch, sondern auch vom Anfühlen her ein einziger Kontrast: während die Baumwolle recht hart ist (und dafür diesen edlen Baumwollglanz hat), ist die Merinowolle wirklich superweich. Da die Merionwolle aber nur an den Bündchen, Nähten und bei der Applikation der Tasche zum Einsatz kommt, wird das aber nicht so schlimm sein.

Der wollladen meines Vertrauens hatte gelbe herzförmige Knöpfe da und so steht der baldigen Fertigstellung nur mein paralelles Pulliprojekt im Wege.

Zurück zur Frage...
Bei Pullovern etc. will ich einfach vorher sehen, wie sich der Pullover nach dem Waschen und Spannen anfühlt bzw. wie er aussieht. Von den Schlussfolgerungen für die Passform ganz zu schweigen. Jetzt habe ich ja auch gerade ein Garn für einen Pullover auf den Nadeln, das ich eigentlich für einen ganz anderen Pullover verwenden wollte. Die ursprünglich angedachte Anleitung passte aber einfach nicht zum Garn – oder umgekehrt. Warum also erst mal X-Hundert Maschen aufnehmen, drauflos stricken und dann wieder ribbeln, wenn man auch erst mal 40 Maschen für eine gescheite Maschenprobe aufnehmen kann. Zudem man so bei komplizierten Mustern auch gleich das Muster mit den möglichen Fehlerquellen kennenlernt.

Dienstag, 15. Mai 2012

Dienstagsfrage 20/2012: Strickaufzeichnungen

Das Wollschaf fragt heute: 
Wie sehen deine Aufzeichnungen für Strickprojekte aus? Strichliste, Tabellenkalkulation, Skizzen? Oder notierst du gar nichts?

Alle meine Projekte trage ich in Ravelry ein. Dort finde ich (und jeder andere auch) dann das verwendete Garn, die Garnmenge, die Anleitungsquelle, Nadelstärke etc. wieder. Wichtige Bemerkungen schreibe ich dort auch rein. Zusätzlich habe ich mir einen kleinen Kalender gekauft, in den ich seit Jahresanfang Stricknotizen schreibe. 
Blick in mein Notizbuch
Diese sind meist jedoch eher lückenhaft und  mehr für die Kalkulationsphase gedacht.Gerade für das Umrechnen von Anleitungen wegen abweichender Maschenproben oder Wunschanpassungen brauche ich solche Notizen. Strichlisten mache ich da manchmal auch - und Skizzen ebenfalls. Alles dabei. Und während der Strickphase liegt die Anleitung gefaltet als Kopie dann auch immer in dem Buch.

Dienstag, 10. April 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 15/2012: gekaufte Stricksachen

Das Wollschaf fragt heute:
Besitzt Du eigentlich überhaupt noch gekaufte Stricksachen? Oder strickst Du inzwischen alles selbst? Oder trägst Du Deine gestrickten Sachen gar überhaupt nicht?

Ja, ich besitze definitiv noch gekaufte Stricksachen, wobei einiges in Strickoptik wohl gewirkt und nicht gestrickt worden ist. Ich stricke nicht schnell (und gut) genug, um alles, was ich so brauche selbst zu stricken. Zudem sind manchmal die Preise von Strickprodukten wirklich unschlagbar günstig. Das ist dann natürlich nicht von der Hand gearbeitet. Für den Preis könnte ich oftmals nicht die Ausgangsmaterialien kaufen. Bei kleineren Projekten stricke ich sie jedoch meist lieber selbst, denn dann kann ich noch die ein oder andere Anpassung vornehmen.

Meine gestrickten Sachen trage ich definitiv - bis auf meine erste Strickjacke, die aufgrund ihres Schnittes (und meiner äh... damaligen Unfertigkeiten) nie wirklich tragbar geworden ist. Huch, das ist noch nicht einmal ein Jahr her. Dennoch: der Schnitt passt nicht zu meiner Figur und auch sonst habe ich an der Jacke einige Verarbeitungsfehler eingebaut. Nun gefällt mir noch nicht einmal mehr die Farbe und so ist sie noch nicht dem Ribbeln zum Opfer gefallen, denn was soll ich mit dem Berg geribbelter Wolle anfangen?
Kimonojacke mit völlig falschem Schnitt für mich...


Abgesehen von dieser Jacke trage ich aber regelmäßig meine selbstgestrickten Stricksachen. Dank Amy Herzogs Pulloverworkshop Fits to flatter, der online hier zu finden ist, fühle ich mich auch wieder sicher genug, die richtigen Projekte für mich zu finden.

Dienstag, 3. April 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 14/2012: Frühling

Das Wollschaf hat eine Frage aus dem Archiv von 2005 wieder hervorgeholt:


Die Bienchen summen, die Vöglein zwitschern, der Frühling hat Einzug gehalten. Was planst du für den Frühling? Neue Wolle? Neue Strickprojekte? Vielleicht sogar einen Frühjahrs-Woll-Putz?

Bei mir liegen derzeit 2 Maschenproben herum, die ich für geplante Projekte bereits gestrickt habe:

Adele Maschenprobe        

Diese Maschenprobe habe ich für den Pullover Adele aus "The Knitter Deutschland" gestrickt. Verwendet habe ich dafür das traumhaft weiche Lana Grossa Lace Lux-Garn. Der Pullover hat ein Lochmuster, das bei dieser ungespannten Maschenprobe nicht zur Geltung kommt. Die Farbe entspricht allerdings nicht ganz meinen Frühlingsgefühlen. Wenn ich den brauen Bolero für A. fertig habe, will ich vermutlich nicht schwarz-metallic weiterstricken.

Vergennes Pullover Maschenprobe

Es steht auch noch der Vergennes Pullover aus der Knitscene Summer 2011 aus. Blogger dreht leider das Bild der Maschenprobe. Ich weiß nicht, wie ich es rückgängig machen kann. Bei der Anleitung hatte ich ein Problem mit den Umschlägen am Reihenanfang, daher stimmt das Lochmuster nicht. Das bestätigt wieder den Sinn einer Maschenprobe. Beim Pullover wird mir das nicht passieren.

Das Garn ist das totale Kontrastprogramm zum Lace Lux: das ist Lana Grossa Linea Pura Flora ist aus 60% Baumwolle und 40% Soja. Dadurch ist das Garn sehr fest. Entsprechend sieht man hier auch das Lochmuster sofort.

Vor dem nächsten Großprojekt will ich aber den Bolero fertigstellen.

Dienstag, 7. Februar 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 6/2012: Strickforen

Das Wollschaf und Tiffany fragen heute:
Seit ihr in Strickforen unterwegs? Was ist euer Favorit?

Diese Frage ist nun wirklich kurz und bündig zu beantworten: Ja, und vor allem in den Ravelry-Foren. Dort gibt es einige deutsch- und englischsprachige Foren, in die ich immer wieder gerne reingucke. Darunter sind Garnforen wie von Dornröschen-Wolle oder Lana Grossa, aber auch allgemeinere sowie KAL-Foren. Weitere Foren außerhalb von Ravelry besuche ich nur selten - meistens nur, wenn ich eine bestimmte Frage habe und mich Gockel dorthin führt.

Dienstag, 17. Januar 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 3/2012: KALs

In den letzten Tagen habe ich in skandinavischen und baltischen Strickblogs des öfteren gelesen, dass viele den "Vorwand" der Jahreszahl 2012 nehmen wollen, um besondere Projektreihen zu starten: Einige haben sich für 2012 vorgenommen, in 12 Monaten 20 Sockenpaare stricken, andere 12 Pullover in 12 Monaten, andere innerhalb von 12 Monaten an 20 KALs teilzunehmen, andere wiederum wollen 20 Strickwerke à 12 Knäuel anfertigen. Habt Ihr auch schon mal an eine solche Zahlenspielerei gedacht oder würdet Ihr überhaupt solche Projektreihen starten wollen? Vielen Dank an Martine und Wollschaf für die heutige Frage!

Viele, die diese Frage heute bereits beantwortet haben, sagen klar: brauch ich nicht. Will ich nicht. Mach ich nicht.
Ich gebe eine andere Antwort: ich habe mich für mehr KALs angemeldet als vielleicht gut war. Warum ich das getan habe? Ich stricke erst seit Ende 2010/Anfang 2011 wieder. Seitdem hat sich ein stattlicher Wollvorrat aufgebaut. Gerade auch beim Dornröschen Adventskalender habe ich eifrig zugeschlagen. Ich brauche nun ein wenig Antrieb, um nicht nur das zu stricken wonach mir gerade ist (und dafür neue Wolle zu kaufen), sondern auch meine Vorräte ein wenig anzugehen. Hamstern ist ja nett, aber irgendwie will ich nicht überall Woll-Hamster-Ecken haben.

Stash-Abbau ist also das eigentliche Motto des Jahres 2012.  

In der Ravelry Stricken-statt Klicken-Gruppe habe ich mich daher zu drei KALs entschlossen:
12 für 12: 12 Knäule wurden aussortiert um in 2012 verstrickt zu werden. Das Los entscheidet, welches Knäuel in welchem Monat dran sein wird. Ich habe mich für Sockengarne, vor allem aus dem Dornröschen-Adventskalender, entschieden.
Farben-KAL:Für je zwei Monate wird ein Farbmotto benannt. Für Januar/Februar ist es "Auf der Skipiste". Jede(r) sucht sich selbst passende Wolle dazu raus und verstrickt diese. Ich habe hierfür eine Regia-Wolle (Circus Color Artist) rausgesucht, die sonst wohl ewig bei mir im Stash schmorren würde. Fühlt sich jedenfalls wie ein Fehlkauf an.
Kleine Tücher KAL 2012: Für je zwei Monate werden mehrere Gratis- und Kaufanleitungen für kleine Tücher vorgestellt. Per Voting werden die für das künftige Stricken beliebtesten Tücher rausgesucht. Zwischen den 3 mit den meisten Stimmen innerhalb der Gratis- oder der Kaufanleitungen kann dann beliebig gewählt werden. Ich habe mich für die Undine als Januar/Februar-Projekt entschieden.

Super finde ich in der Stricken-statt-Klicken Gruppe auch die Stashistic-Erfolgskontrolle. Hier notiert jeder der mitmacht, wieviel Gramm Wolle er gekauft, verstrickt, geschenkt, verschenkt oder getauscht hat. Sinn: Überblick über das eigene Kauf- und Strickverhalten zu bekommen. Da mache ich mit, denn ich will nicht noch ein Jahr mehr kaufen als stricken. Bis lang hat es auch gut geklappt. Ich habe in 2012 noch kein Gramm Wolle gekauft, aber schon einiges verstrickt (1 Paar Socken und 1 Mütze sind fertig, bei einem Pullover bin ich bereits bei den Ärmeln).

Da ich eigentlich kleinere Gruppen netter finde, mache ich auch noch beim 12 Socken Projekt mit. Wobei hier pro Monat ein Sockenmuster vorgestellt wird und man alternativ auch ein anderes Muster stricken kann. Damit ist dieser KAL auch wunderbar mit dem 12-für-12 und dem Farben-KAL kombinierbar.

Zeigen kann ich Euch nun aber nichts. An einer Überraschung für ein Ravelry-Mitglied und Blogleser bin ich dabei. Das deckt sich mit dem 12-für-12-KAL. Bilder und genaueres gibt es erst nach Fertigstellung und erfolgreicher Geschenkübergabe. Die Skipiste will ich im Muster des 12-Socken-Projekts stricken, so dass dort 2 KALs mit einer Klappe erschlagen werden. So machen es übrigens einige.


Und was ist nun der Mehrwert dieser KALs?
  • Neue Muster bei Ravelry finden / kennen lernen
  • ... und Tipps dazu zu bekommen: bei der Hühnerleiter arbeiten einige Strickerin das Muster z.B. ohne Lochmuster und es sieht auch klasse aus
  • Wolle verarbeiten, die sonst in der Wollkiste immer weiter nach unten rutschen würde
  • direkte Vergleiche sammeln, wie unterschiedlich ein Muster mit unterschiedlichen Garnen wirkt
Aber... ich wollte nun endlich einen Pullover stricken. Vor lauter Socken-Tücher-KALs kommt man da ja zu nichts. Also heißt es (zumindest für mich): nur kein Zwang: wenn es nicht klappt, dann klappt es eben nicht. Viele machen ja nur einige Monate mit und pausieren immer wieder.

Dienstag, 3. Januar 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 1/2012: Anleitungen

Beim Wollschaf wird heute folgende Frage gestellt:
Mich würde mal interessieren, wo Ihr Eure Anleitungen her bekommt. Denkt Ihr Euch selbst was aus und schreibt eigene Anleitungen, oder kauft Ihr Euch Zeitungen/Bücher, stöbert Ihr im Internet oder tauscht Ihr vielleicht auf Stricktreffen mit anderen StrickerInnen Anleitungen aus? Vielen Dank an Nadja für die heutige Frage!
Das Wollschaf wünscht allen ein gutes Neues Jahr!

Den Wünschen schließe ich mich gleich an: frohes Neues Jahr! Wo bekomme ich meine Anleitungen her? Bücher, Zeitschriften und Ravelry sind die Quelle meiner Anleitungen. Eine einzige Sache habe ich bisher frei jeder Anleitung gestrickt: eine Teddybärenjacke.

Ich bin gerade in der Phase Anleitungen abzuändern. Ich merke es beim Stricken eines Paares Stricksockens. Ständig denke ich, ach, dies hier, das würde ich eigentlich anders machen... Beim Teststricken geht das natürlich nicht.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 52/2011 - Zöpfe stricken

Beim Wollschaf gibt es heute die letzte Dienstagsfrage des Jahres 2011:
Ich stricke gerade ein Zopfmuster und frage mich, was benutzt ihr denn so alles als "Hilfsnadel". Nur spezielle Zopfnadeln, normale andere Stricknadeln, oder gar andere Materialien??? Vielen Dank an Patricia für die heutige Frage!

Ich habe mir im Eifer einmal ein 3er Set Zopfstricknadeln von KnitPro gekauft. Das war bevor ich den ersten Zopf meines Lebens gestrickt habe. Ich dachte, dass ich das beste mögliche Hilfsmaterial dazu haben sollte, wenn ich es mir möglichst leicht machen möchte. Was soll ich sagen? Nur weil diese Nadeln als "cable needles" verkauft werden, eignen sie sich noch lange nicht als Zopfnadeln.

Rillige Zopfnadeln und Nadelspiel
Als ich die Zopfnadeln in Händen hielt, dachte ich noch "Oh, wie praktisch... Diese Rillen verhindern wohl, dass die Maschen sofort von der Nadel rutschen." Damit hatte ich auch Recht, aber leider mehr Recht als mir lieb ist... Es ist völlig unpraktisch, wenn die Maschen, die man vorne oder hinten auf die Hilfsnadel legen will, nur mit Mühe über die Rillen zum Drauf- und Runterschieben rutschen. Sie rutschen nämlich überhaupt nicht. Ich habe nun diese 3 Nadeln nur noch für den äußersten Notfall.

Für Zöpfe nutze ich daher mittlerweile einfach eine Nadel eines Nadelspiels. Eine halbwegs passende Nadel findet sich immer in meiner Stricktasche. Für die Wicklungen der Wrap-it-Socken war mir die lange Sockenstricknadel zu nervig und so habe ich nun ein 15cm-Nadelspiel in 2,5mm, das ich für die meisten Zopfmuster verwende. So habe ich nicht eine so lange Zopfnadel zu handeln. Gelegentlich versuche ich mich wieder daran, Zöpfe ohne Hilfsnadel zu stricken, aber das ist (noch) nicht meins. Ich glaube zwar, dass das schneller geht, aber ich bekomme es noch nicht so hin.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 50/2011 - Stricktasche

Das Wollschaf stellt heute die folgende Frage:
Wenn ihr unterwegs strickt, was habt ihr dabei? Wie bewahrt ihr es auf? Gibt es Sachen, die immer dabei sein müssen. Habt ihr spezielle Taschen? Lohnt sich die Anschaffung einer Stricktasche z. B. von Namaste?
Vielen Dank an Stefanie für die heutige Frage!

Wenn ich unterwegs stricke, dann hängt es von meinem Strickprojekt ab, was ich so dabei habe. In der Regel sind es:
  • Wolle + Nadeln (natürlich)
  • Strickanleitung (meist eine Kopie zum Falten und Notizenmachen)
  • Stift
  • Maschenmarkierer (kann man immer mal gebrauchen)
  • Stopfnadeln (wenn es mal was zu vernähen gibt)
  • Schere
  • Maßband
Je nach Anlass und Projekt habe ich alles in meiner Stricktasche dabei oder packe die Wolle etc. nur schnell in eine kleine Plastiktüte, die in meiner normalen Handtasche Platz findet.
 Gestern erst habe ich beim Depot meine Strickaufbewahrung aufgestockt:
  • ein kleines Filzmäppchen für Maschenmarkierer, Nadeln und Maßband
  • eine etwas größere Filztasche für die Nadelspiele
  • und den passenden Kalender für 2012, um darin meine Notizen zu notieren und Anleitungszettel temporär zu verstauen
Eingeräumt habe ich das gestern alles noch nicht. Ich musste erstmal Plätzchen backen. ;-)

Für mich lohnt sich die Anschaffung einer Stricktasche auf jeden Fall. Allerdings muss sie aus meiner Sicht nicht gleich von Namaste sein - auch wenn es dort sehr schöne gibt. Eine fest definierte Tasche macht das Leben auf jeden Fall leichter. An meiner Tasche liebe ich es, dass sie schön offen stehen bleibt und man damit direkt aus der Tasche stricken kann.

Dienstag, 1. November 2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 44/2011

Das Wollschaf stellt heute folgende Frage:
Beim Stricken der Knopflochblende bin ich immer ein bißchen unsicher, ob die Knopflöcher auch wirklich an der korrekten Stelle von mir gestrickt wurden, wo auf der anderen Blende der Knopf bereits angenäht ist, trotz mehrfacher vorheriger Messung. Mich würde interessieren, welche Art von Blenden Ihr an Euren Strickteilen anbringt. Strickt Ihr sie gleich mit, später an oder ganz separat? Gelingen Eure Blenden immer auf Anhieb oder habt Ihr manchmal Probleme, dass sie zu kurz oder zu lang werden? Welche Methode/Technik habt Ihr, um die Knopflöcher korrekt in der Höhe der Knöpfe zu setzen? Klappt das immer auf Anhieb oder seid Ihr manchmal auch unsicher, ob alles richtig sitzt? Arbeitet Ihr gerne Blenden, besonders die Knopflochleiste?

Das Problem hatte ich noch nie. Okay, ich habe bisher nur bei zwei Objekten Knopflöcher gestrickt. Vom Nähen bin ich aber gewohnt erst die Löcher zu arbeiten und danach die Knöpfe anzunähen. So passt es immer. ;-)
Da ich nicht gerne Gestricktes vernähe, versuche ich die Knopflöcher direkt beim Stricken zu arbeiten bzw. die Blende durch Maschenaufnahme vom Hauptteil direkt anzuarbeiten.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 43/2011: Ticks beim Stricken?

Beim Wollschaf gibt es diese Woche folgende Frage (hier in der Kurzfassung):
Habt Ihr auch so Ticks beim Stricken? [...]So, und nun Ihr – seid Ihr auch ein bisschen "speziell"?

Ticks? Ich? Niemals! *lach* Ich stricke fast immer mit Holzrundnadeln - am liebsten Knitpro-Holznadelspitzen. Die Nadeln nehmen so schön die Körpertemperatur an und klappern nicht wie wild. A propos: wenn ich mit zwei Rundstricknadeln gleichzeitig stricke, versuche ich immer die beiden stillgelegten Nadelspitzen möglichst wenig aneinander klappern zu lassen. Ruhig ist es mir einfach lieber.

Ich kann und mag überall stricken. Am liebsten auf dem Yogakissen sitzend oder auf dem Sofa mit den Füßen auf dem Couchtisch.

Lana Grossa Cool Wool

Was ich nicht mag ist, wenn mein Mann sich dann ganz bewusst seeeehr dicht an mich setzt. Am besten noch auf die Wolle...Er mag es dafür umso lieber...

Aber ganz ehrlich: in der richtigen Körperhaltung kann ich stundenlang stricken. Dann brauche ich auch keine Ablenkung. Nur die Nadeln und Wolle.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Locker stricken?


In den letzten Jahren scheint mir das "Lockerstricken" richtig in Mode gekommen zu sein. Damit meine ich nicht (oder nicht nur) die Tatsache, dass Nadelstärken und Maschenproben von einigen Herstellern oft in einem Bereich angegeben werden, der vor zwanzig Jahren als utopisch oder lächerlich bezeichnet worden wäre. Dies ist ein anderes Thema.
Viel mehr geht es um andere Dinge: Einige Garne, insbesondere sog. Designer-Garne, sind bei genauer Betrachtung nur für Lockerstricker wirklich geeignet – nicht nur Feststricker, sondern auch Normalstricker haben einfach keine Chance, damit umzugehen; viele (immer mehr?) Modelle sind ebenfalls nur für Lockerstricker umsetzbar und gewollt lasch; fertiges Gestrick hängt durchscheinend an Schaufensterpuppen. Viele Strickerinnen, schaut man in Blogs nach ihren Werken, scheinen das Lockerstricken zu begrüßen und gern einzusetzen.
Mich würde interessieren, was am Lockerstricken und am lockeren Gestrick für sie so reizvoll ist. Ist es das Materialersparnis? Gefällt den Lockerstrickern das lichtdurchlässige, im Maschenbild oft weniger regelmäßige Ergebnis etwa wirklich? Und warum?
Was ist dran, am Lockerstricken?
Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!


Nun ja, ich habe ein paar Socken, dass ich so fest gestrickt habe, dass ich es kaum angezogen bekomme. Mit einer gescheiten Maschenprobe wäre das aber nicht passiert. Ich muss sagen, dass ich eigentlich recht "offen" stricke, also nicht soooo fest, dass man mit Müh und Not nur an die Maschen zum Abheben kommt. Das macht mir auch keinen Spaß. Oft benutze ich deswegen aber auch die Nadeln 1-2 Nummern kleiner als auf der Banderole angegeben.

Lace zu verstricken ist ja manchmal so ein richtiger Fall fürs Lockerstricken. Um ehrlich zu sein: kaum war mein Blätterschal fertig, hatte er auch schon die erste Macke: ganz galant in der Fahrradklingel verhakt. Wäre der Schal fest gestrickt, wäre es nicht passiert. Bei diesem Lochmuster blieb es aber einfach nicht aus.

Ich habe deswegen nicht so rechte Lust wieder "richtig Lace" zu stricken. Deswegen stricke ich gerade ja mit Lacegarnen und dünnen Nadeln... So können nicht so schnell solche Unfälle passieren.

Die superdicken Garne hingegen finde ich auch reizvoll. So kann man schnell tolle Winterschals und ähnliches stricken. Aber auch da: manchmal darf es dann ruhig eine Nadelstärke kleiner sein. Wie z.B. bei der am Wochenende gestrickten Mütze.