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Dienstag, 17. Januar 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 3/2012: KALs

In den letzten Tagen habe ich in skandinavischen und baltischen Strickblogs des öfteren gelesen, dass viele den "Vorwand" der Jahreszahl 2012 nehmen wollen, um besondere Projektreihen zu starten: Einige haben sich für 2012 vorgenommen, in 12 Monaten 20 Sockenpaare stricken, andere 12 Pullover in 12 Monaten, andere innerhalb von 12 Monaten an 20 KALs teilzunehmen, andere wiederum wollen 20 Strickwerke à 12 Knäuel anfertigen. Habt Ihr auch schon mal an eine solche Zahlenspielerei gedacht oder würdet Ihr überhaupt solche Projektreihen starten wollen? Vielen Dank an Martine und Wollschaf für die heutige Frage!

Viele, die diese Frage heute bereits beantwortet haben, sagen klar: brauch ich nicht. Will ich nicht. Mach ich nicht.
Ich gebe eine andere Antwort: ich habe mich für mehr KALs angemeldet als vielleicht gut war. Warum ich das getan habe? Ich stricke erst seit Ende 2010/Anfang 2011 wieder. Seitdem hat sich ein stattlicher Wollvorrat aufgebaut. Gerade auch beim Dornröschen Adventskalender habe ich eifrig zugeschlagen. Ich brauche nun ein wenig Antrieb, um nicht nur das zu stricken wonach mir gerade ist (und dafür neue Wolle zu kaufen), sondern auch meine Vorräte ein wenig anzugehen. Hamstern ist ja nett, aber irgendwie will ich nicht überall Woll-Hamster-Ecken haben.

Stash-Abbau ist also das eigentliche Motto des Jahres 2012.  

In der Ravelry Stricken-statt Klicken-Gruppe habe ich mich daher zu drei KALs entschlossen:
12 für 12: 12 Knäule wurden aussortiert um in 2012 verstrickt zu werden. Das Los entscheidet, welches Knäuel in welchem Monat dran sein wird. Ich habe mich für Sockengarne, vor allem aus dem Dornröschen-Adventskalender, entschieden.
Farben-KAL:Für je zwei Monate wird ein Farbmotto benannt. Für Januar/Februar ist es "Auf der Skipiste". Jede(r) sucht sich selbst passende Wolle dazu raus und verstrickt diese. Ich habe hierfür eine Regia-Wolle (Circus Color Artist) rausgesucht, die sonst wohl ewig bei mir im Stash schmorren würde. Fühlt sich jedenfalls wie ein Fehlkauf an.
Kleine Tücher KAL 2012: Für je zwei Monate werden mehrere Gratis- und Kaufanleitungen für kleine Tücher vorgestellt. Per Voting werden die für das künftige Stricken beliebtesten Tücher rausgesucht. Zwischen den 3 mit den meisten Stimmen innerhalb der Gratis- oder der Kaufanleitungen kann dann beliebig gewählt werden. Ich habe mich für die Undine als Januar/Februar-Projekt entschieden.

Super finde ich in der Stricken-statt-Klicken Gruppe auch die Stashistic-Erfolgskontrolle. Hier notiert jeder der mitmacht, wieviel Gramm Wolle er gekauft, verstrickt, geschenkt, verschenkt oder getauscht hat. Sinn: Überblick über das eigene Kauf- und Strickverhalten zu bekommen. Da mache ich mit, denn ich will nicht noch ein Jahr mehr kaufen als stricken. Bis lang hat es auch gut geklappt. Ich habe in 2012 noch kein Gramm Wolle gekauft, aber schon einiges verstrickt (1 Paar Socken und 1 Mütze sind fertig, bei einem Pullover bin ich bereits bei den Ärmeln).

Da ich eigentlich kleinere Gruppen netter finde, mache ich auch noch beim 12 Socken Projekt mit. Wobei hier pro Monat ein Sockenmuster vorgestellt wird und man alternativ auch ein anderes Muster stricken kann. Damit ist dieser KAL auch wunderbar mit dem 12-für-12 und dem Farben-KAL kombinierbar.

Zeigen kann ich Euch nun aber nichts. An einer Überraschung für ein Ravelry-Mitglied und Blogleser bin ich dabei. Das deckt sich mit dem 12-für-12-KAL. Bilder und genaueres gibt es erst nach Fertigstellung und erfolgreicher Geschenkübergabe. Die Skipiste will ich im Muster des 12-Socken-Projekts stricken, so dass dort 2 KALs mit einer Klappe erschlagen werden. So machen es übrigens einige.


Und was ist nun der Mehrwert dieser KALs?
  • Neue Muster bei Ravelry finden / kennen lernen
  • ... und Tipps dazu zu bekommen: bei der Hühnerleiter arbeiten einige Strickerin das Muster z.B. ohne Lochmuster und es sieht auch klasse aus
  • Wolle verarbeiten, die sonst in der Wollkiste immer weiter nach unten rutschen würde
  • direkte Vergleiche sammeln, wie unterschiedlich ein Muster mit unterschiedlichen Garnen wirkt
Aber... ich wollte nun endlich einen Pullover stricken. Vor lauter Socken-Tücher-KALs kommt man da ja zu nichts. Also heißt es (zumindest für mich): nur kein Zwang: wenn es nicht klappt, dann klappt es eben nicht. Viele machen ja nur einige Monate mit und pausieren immer wieder.

Montag, 16. Januar 2012

Bis die Nadeln glühen... ein neuer Winterpulli

Die Umstände waren günstig: ich wollte und musste mal wieder abschalten, mein Mann war auf Kohltour (das hat auch immer gleich Einfluss auf den Folgetag), das Thermometer zeigt fallende Außentemperaturen an und die Maschenproben waren schon erledigt.

V-Pulli Cardato
Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen des V-Pullis: von Freitagabend bis Sonntagabend habe ich das Rückenteil + 90% des Vorderteils gestrickt. Irgendwann kriege ich es hier auch mit dem Drehen der Bilder hin. Da bereits gedreht gespeicherte Bild, wird von Blogger wieder verdreht. *argh* Aber es ist eh kein tolles Foto. Bessere Fotos folgen sobald der Pulli fertig ist. Versprochen.

Ich habe auch noch andere Dinge gemacht, so ist es nicht. Aufgeräumt, geputzt, telefoniert, einen langen Spaziergang, Mails beantwortet, gekocht... aber zwischendurch und eigentlich unentwegt habe ich gestrickt. Die Lana Grossa Cardato verstrickt sich wunderbar. Einziges Manko: sie fusselt etwas. Dünne, feine graue Fäden sind nun hier und da auf meinem schwarzen Pulli zu sehen, den ich Sonntag zum Stricken anhatte.

Und wenn ich dem Wetterbericht trauen darf, dann gibt es am Wochenende sogar Schnee bei uns. Ob ich es schaffe bis dahin den Pullover fertig zu haben? Der Loop wird dann noch nicht fertig sein. Ich muss ja arbeiten, aber der Pullover??? Dazu könnte ich dann am Wochenende ja den blauen Loop tragen. Der Pullover und der blaue Loop aus Alta Moda Seta ergänzen sich bestimmt auch ganz wunderbar.

Laut dieser Anleitung gibt es übrigens beim V-Ausschnitt keine Blende und auch keine mittlere Masche, die stillgelegt wird. Ich bin gespannt, wie der fertige Pullover aussieht. Im Zweifelsfall strick ich dann doch noch eine Blende an und muss es dann irgendwie mit der fehlenden stillgelegten mittleren Masche hinbekommen. Und es kommt ja auch der Loop oben drüber. Die Idee ist allerdings, dass ich den Pullover wahlweise mit oder ohne Loop tragen kann und ihn nicht wegen einem gepfuschten Ausschnitt mit Loop tragen muss. Umhäkeln der Ausschnittkante wäre natürlich auch noch eine Option. Erstmal warte ich jedoch das Endergebnis ab.

Samstag, 14. Januar 2012

Da finden sich noch zwei Maschenproben ein...

Kennt Ihr das? Kaum ist neue Wolle im Haus, muss das neue Garn zumindest angestrickt werden. Zum Glück soll man ja ohnehin eine Maschenprobe anfertigen und diese waschen und spannen. Das führt zu einem guten Grund, warum man ein bisschen mit dem neuen Garn rumstricken darf, auch wenn das letzte große Projekt noch nicht fertig ist. So erging es mir mit der Cardato. Ich habe es gekauft, um daraus einen Pulli und einen Loop zu stricken. Gestern abend als ich eine Maschenprobe für den V-Pulli Cardato und für den Vergennes Pullover machen wollte, habe ich beim Blick in meine Wollkiste beschriftete Maschenproben für den V-Pulli gefunden. Die hatte ich ja schon längst gestrickt, gewaschen und gespannt. So habe ich gestern direkt losgelegt.

Anfang des Rückenteils des figurbetonten V-Pulli Cardato
Hier übrigens die Facts & Figures zum Cardato:
85% Schurwolle Merino extrafine
10% Baby Alpaca
5% Cashmere
LL135m/50g, Nadelstärke 4-5

Ich strick jetzt mal weiter. ;-)

Freitag, 13. Januar 2012

Projektplanung "neuer Pullover"

Heute habe ich tatsächlich mal die Lepidoptera zur Arbeit angezogen. Mit einem langen dunkelblauen Shirt drunter passt es ganz gut. Der Jacke sieht man allerdings an, dass ich noch eine Anfängerin bin. Die Schultern sind nicht wirklich identisch. Anscheinend habe ich auf der einen Seiten ein paar (vielleicht 1-2) Reihen höher gestrickt als auf der anderen Seite. Ein Garnwechsel mitten im Ärmel ist auch nicht so glücklich. Aber die Jacke ist tragbar ohne das ich mich schämen müsste.
straffer Faden beim Garnwechsel
Die Kolleginnen haben die neue Jacke sofort als neu identifiziert und für gut befunden. Eine Kollegin hat auch sofort erkannt, dass sie selbst gestrickt ist und mich für das Panel und dies und das gelobt.

Nun bekomme ich langsam Lust auf ein neues Großprojekt. In meinem Kopf schwirren 2 Möglichkeiten, die schon auf meiner Queue sind:
Oder aber mein eigentlicher Winterplan: ein schlichter Pulli Cardato mit passendem Loop aus der Wolle Cardato. 
Beide Projekte haben ihre Vorzüge.
  • Sie sind beide bottom-up, d.h. ich muss das mit den Schultern nochmal üben.
  • Der Cardato Pulli ist schön schlicht und mit und ohne Loop zu tragen. Ein warmer, schöner Pulli aus luxuriöuser Wolle (und die war auch ganz schön teuer)
  • Der Vergennes Pullover ist eher ein leichter Pullover für die Übergangszeit. Auch schlicht, aber mit nettem Lochmuster. Die passende Wolle im Stash war ein Schnäppchen. Der Pullover könnte ich wohl auch im Sommer öfter anziehen.
Will ich nun die teure, dicke Wolle verarbeiten und mir einen Winterpulli stricken? Oder lieber einen Frühlingspulli aus der guten, aber günstigen Wolle?

Mmmmmhhhhh. Darüber muss ich wohl meditieren. Vielleicht mache ich gleich einfach mal 2 Maschenproben...

Sonntag, 8. Januar 2012

Wurm

2354 fertige Projekte der Anleitung Wurm gibt es bei Ravelry. Mein Wurm ist damit der 2355zigste. Der Wurm ist eine leicht zu strickende Mütze aus langen, langen rechten Reihen und langen, langen linken Reihen. Zum Glück hatte ich eine Abwandlung in zweifarbig gefunden. Meine Wollwahl ist dann auf Lana Grossa Cool Wool Merino Superfein in schwarz mit grauen Akzentstreifen gefallen. Das Projekt ist wirklich leicht zu stricken. Das doppelte Bündchen finde ich einfach nur genial. 

Doppeltes Bündchen des Wurms



Die erste Schwierigkeit hatte ich bei der Entscheidung wie ich die Akzentfarbe arbeiten sollte. Zunächst hatte ich alle rechten Reihen (die in der Optik hinten liegen) mit grau gestrickt. Das Ergebnis überzeugte mich jedoch nicht.
alle rechte Maschen in grau
Und so ribbelte ich mal wieder und habe nun die letzte rechte Reihe jeweils in schwarz gearbeitet. Darauf hätte ich durch Durchlesen der Projektnotizen in Ravelry auch eher kommen können.
So sieht die Mütze nun fertig aus und ich bin damit sehr zufrieden. Nun folgt noch der Praxistest und keine Wäsche, da die Mütze beim Waschen laut einiger Ravelry-Nutzern ihre Struktur verliert.

Wurm in schwarz mit grau
Die Anleitung ist übrigens von Katushika und ist über Ravelry bzw. bei umschlagplatz.at kostenfrei herunterladbar. Mein Projekt findet Ihr bei Ravelry hier.