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Donnerstag, 8. August 2013

Happy Birthday! Strikkedukker Nr.3

Herzlichen Glückwunsch (nachträglich) zum Geburtstag, liebe I.! Okay, ich habe Dir schon auf mehreren Wegen gestern gratuliert. Nun sollst Du aber auch die Entstehungsgeschichte Deines Doubles Dir ansehen können. Angefangen hat es ja mit R.. Nachdem er so gut gelungen ist, hast Du Dir ja auch ein Püppchen (aber zum Geburtstag) gewünscht. Also 7 Monate Zeit für mich. Sehr schön, denn soooo viel Spaß macht das Puppenstricken nun doch wieder nicht. Eine Puppe (für meinen Mann) habe ich noch zwischendurch gestrickt, aber noch gar nicht vorgestellt. (Ups, gerade festgestellt - das hole ich bei Gelegenheit noch nach).
I.
Nun aber die Entstehung von I. in Bildern.

erstmal zwei Beine stricken
und diese verbinden

Done
Dann den Körper und die Arme. Diesmal mit einem Versuch eines BH's. Nein, liebe I. - ich weiß, dass Du kein Tattoo hast - das sollte ein BH sein. Und liebe Mama von I.: wer schaut einer Puppe bitte gleich unters T-Shirt. Ganz schön unverfroren. *g*
Das Gesicht wird erstmal ohne Augen, dafür aber mit Nase gestrickt.
die separaten Augen werden dann eingenäht


ein Gesicht entsteht

Kopf (und Hals) weiter füllen und den Kopf schließen - siehe BH *lach*

Aus einem Alien wird nun eine Puppe. Die Haare kommen, damit diesmal - ja, ja, ich stelle Euch Nr. 2 noch vor - die Haare nicht viel zu dick werden, habe ich zunächst erstmal den Kopf mit einem flachen Stich bestickt - in Haarfarbe natürlich

Mit eingeknüpften Haaren sieht es dann gleich viel besser aus - nur diesmal eben nicht überviele Haare.

 Eine Hose und ein T-Shirt hat die Puppe nun auch schon bekommen und genießt die Sonne.

Huch, und auch Schuhe (die man leider nicht sieht), eine Strickjacke und die obligatorische Tasche dürfen nicht fehlen.
Leider sieht man auch den eingestickten Haarreifen nicht. Ich hätte doch erst die Fotos in den Blog fügen sollen, bevor ich das Paket auf die Reise geschickt habe. Dann wäre es mir aufgefallen. Und die Haare wurden nun doch noch etwas dichter und ich habe sie geschnitten.


Mittwoch, 2. Januar 2013

Das bin ja ich!

Nein, das habe ich nicht gesagt, aber unser Silvesterbesuch hat es gesagt.
Und das kam so: vor ein paar Monaten habe ich einer sehr guten Freundin das Buch Strikkedukker bei Thalia gezeigt. Sie war gleich davon angetan und meinte: „Oh, strick doch mal R. (ihren Freund) und schenk ihm die Puppe dann zum Geburtstag!“. R. war davon aber gar nicht angetan. 
So ein Geburtstagsgeschenk, was aber nur ungeliebt ist, ist dann aber auch kein Geschenk und so habe ich sie ihm nicht zum Geburtstag gestrickt. In der Zwischenzeit habe ich in Erfahrung gebracht, was sein Lieblingspullover ist und mir davon ein Foto gemacht. Sicher ist sicher. Nach Weihnachten bin ich dann ans Werk gegangen und habe aus Sockenwollreste meine erste Strikkedukker gestrickt. Die Füße und Hände sind immer etwas kniffelig, viel kniffeliger war jedoch die richtige Frisur. Mein Mann und ich waren uns über die Haarfarbe von R. nicht einig – auch Fotos konnten da keine Einigung herbeiführen. Und so verwendete ich schließlich einen Sockenwollrest mit Farbverlauf – braun-gelblich-grünlich. Das Grün habe ich weitestgehend herausgeschnitten, aber ab und an blitzt es noch hervor. Noch habe ich ja nicht meine neue Stricklampe (Weihnachtsgeschenk) montiert (äh montieren lassen), da unser Sofa wegen dem Weihnachtsbaum nicht am angestammten Platz steht.
Neben der Farbe war jedoch die Beschaffenheit des Haares das größere Problem: wie macht man kurze, dünne (und – sorry, R.!) wenige Haare auf die Puppe. Ohne Haare sieht sie jedenfalls wie ein Alien aus und führte so schon zu einigem Gelächter in unserem Haushalt. Oh ja. Lachen war beim Stricken der Puppe sowieso eine Lieblingsbeschäftigung. Die Haare machten es nicht besser. Ich habe sie schließlich mit einer 1mm Häkelnadel eingeknüpft und sie später erst geschnitten. Dadurch sah die Puppe zwischendurch wie Albert Einstein auf dem berühmten Foto aus – nur eben mit nicht grauen Haaren. 

Während ich noch am Silvesternachmittag mit der Frisur kämpfte und mir Sorgen machte, ob R. mir beim Anblick der Puppe die Freundschaft kündigen würde, meinte mein Mann noch: „Du musst noch die Brille machen!“. Die Brille! Da war ich total drüber hinweggekommen. Ich bat um Unterstützung. Mein Mann brummelte etwas, verschwand und ich bin in die Garage und damit zum Blumendraht gegangen. Kurz später stand mein Mann mit dem optimalen Werkzeug in der Hand in der Garagentür und hat das Zepter übernommen. Schraubstock geöffnet, Blumendraht eingespannt, an der Puppe maßgenommen, immer wieder Blick auf ein Foto von R. geworfen und ruck zuck hatte der kleine R. eine Brille. Okay, der doppelte Bügel wurde dann noch mit Sekundenkleber verklebt und die Brille schwarz angemalt, aber es ging wirklich schnell und ich weiß nun, dass ich mit einem talentiertem Brillenbieger verheiratet bin.
Ich habe dann den Kampf mit der Frisur fortgeführt und schon bald setzte sich der große R. aufs Sofa, sah meinen Mann an, bemerkte dann die Puppe auf der Sofakante und erkannte sich selbst darin. Das Gelächter war groß und er machte unmissverständlich klar, dass er die Puppe mitnehmen würde und sie auf keinen Fall bei uns Zuhause vergessen dürfe. Er posierte dann am nächsten Tag mit seinem Lieblingspullover noch – wie gut, dass R. und I. viiiieeeel Gepäck dabei hatten und schon war die Puppe wieder weg…
 
Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass ich I. den kleinen R. schenken würde, aber R. hat den kleinen R. sofort ins Herz geschlossen – da gab es kein Zurück.  Da die beiden aber ohnehin in einem gemeinsamen Haushalt leben, spielt es  vermutlich auch gar keine Rolle, wer nun die Puppe mit nach Hause nimmt.
Die Haare sind übrigens länger als R.s Haare, was auch daran liegt, dass zu kurz abgeschnitten die angeknüpften Haare sofort ausfallen würden. Gestopft habe ich die Puppe mit herkömmlicher Bastelwatte.

Eins will ich dann aber nicht vergessen: ich wünsche Euch ein wundervolles neues Jahr!