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Sonntag, 22. Juli 2012

Lappen....

Ich muss etwas zugeben: mittlerweile mache ich Maschenproben richtig gerne. Schließlich sind sie die beste Garantien für ein gut sitzendes Strickprojekt und zeigen gleich die Tücken des Garns und/oder des Musters auf. Lena hat mich gebeten für ihren zweijährigen J. eine Jacke zu stricken. Und oh ja... am liebsten aus einer Dropswolle, die sich als Dochtwolle entpuppte. Das Ergebnis: total ungleichmäßig und gar nicht nach meinem Geschmack. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass das Garn nicht robust genug für einen kleinen Rabauken ist. Die Garndealerin hat netterweise das Garn zurückgenommen und mir versichert, dass es auch für Kinderjacken geeignet ist, aber es gefiel mir so gar nicht... Nun weiß ich, was Dochtwolle ist und das es nicht mein Ding ist.

Ich konnte Lena davon überzeugen, doch lieber auf etwas bewährtes zurückzugreifen. Und so fertigte ich eine Maschenprobe aus einem Rest Lana Grossa Cool Wool Merino Superfein an. Da das Muster kraus rechts ist, wollte ich die Maschenprobe auch gleich für etwas anderes nutzen können. Was liegt da näher als ein Lappen? Ja, ein Lappen aus Merino ist schon sehr dekadent, aber es war ja ohnehin ein Rest. Die eigentliche Jacke wird aus einem anderen Farbton gestrickt werden.
Seeded Stripe Dishcloth aus Lana Grossa Cool Wool

Mal sehen, wie sich so ein Lappen aus Wolle verhält. Noch bin ich mir nicht sicher, ob er zum Fahrrad-Grob-Sauber-Machen nach Matschfahrradtouren oder zum Waschlappen werden wird. Auf jeden Fall ist er mit 15cm x 15cm etwas klein. Beim nächsten Mal wird er größer. ;-)

Das Muster ist Seeded Stripe Dishcloth von Rachel Petersen und man sieht ganz gut, wie die unterschiedlichen Texturen unterschiedlich breit sind. Der Lappen ist eine Mischung aus kraus rechts und Perlmuster (1-1).

Die Jacke, die sich Lena gewünscht hat, ist übrigens diese: Heathcliff von Drops Design.

Freitag, 20. Juli 2012

Mein erstes Meisentuch

In der Zwischenzeit ist auch mein erstes Meisentuch fertig geworden. Ich habe es aus der Sockenwolle 80/20 Twin gestrickt. Die Anleitung ist der Garden Pond, die ich etwas erweitert habe. So bin ich auf einen Gesamtverbrauch von 189 Gramm gekommen.

Garden Pond aus Wollmeise Hummer
Das Tuch ist halbkreisförmig, was bei dem Bild leider nicht rauskommt. Es ist größer als meine üblichen Tücher und wird mich so an lauen Sommerabenden wärmen. A propos: hat jemand den Sommer gesehen?

Donnerstag, 19. Juli 2012

Von Wellen und Maschenmarkierern

Im Mai habe ich ja schon von meiner Suche nach dem Unterkleid berichtet. Nun habe ich endlich mit dem Sommerkleid #33 Wave aus der Verena Sommer 2012 begonnen. Das beste dabei ist: ich konnte damit gleich die Maschenmarkierer zum Einsatz bringen, die mir Foma geschickt hat. Sind sie nicht wunderschön? Sie gehen etwas auf den Bildern unter, aber ich bin mir sicher, dass Ihr sie noch öfter bewundern können werdet. Beim Stricktreff am Montag wurden sie auch schon genau unter die Lupe genommen und für sehr gut befunden. Sie erfüllen ihren Zweck wunderbar: sie rutschen gut über die Nadeln, sind leicht und verhaken sich nicht in der Wolle. Zu Fomas Dawanda Shop geht es hier entlang. Sie hat zwar, soweit ich weiß, derzeit keine Maschenmarkierer im Angebot, aber sonst auch andere tolle Sachen (Ketten, Ohrringe, Anhänger) aus Perlen & Co. Und wenn Ihr Maschenmarkierer sucht, dann schreibt sie doch einfach an. Vielleicht macht sie dann noch welche für Ihren Shop.

Ihr wollt sie sehen?

Anschlag Wellenkleid mit Maschenmarkieren von Foma
weitere Maschenmarkierer
Ich habe die Befürchtung, dass das Garn (14 Knäuel Lang Yarns Georgia) nicht für das Kleid ausreichen. Ich hatte ausgerechnet, dass es locker passen müsste, aber bei diesen langen Runden für den Saum verbrauche ich so viel Garn!!! Ach so: entgegen der Anleitung stricke ich das Kleid in einem Stück in Runden statt Vorder- und Rückenteil getrennt. Ich weiß noch nicht, wie ich das Oberteil lösen werde. Der Neckholderkragen aus der Anleitung gefällt mir nicht. Bis dahin habe ich aber noch eine Weile zu stricken. Ich entscheide es wohl, wenn ich dort hinkomme und sehe wieviel Garn noch übrig ist.

Und wer weiß, vielleicht lässt sich der Sommer in Norddeutschland dieses Jahr ja doch noch mal blicken, damit ich es im August (?) eventuell noch ausführen kann.

Sonntag, 8. Juli 2012

Stuhlsocken oder Resteverwertung zur Rettung vor dem Sperrmüll

Es gibt Dinge, die vertragen sich einfach nicht mit allem. Dazu gehört dieser absolut tolle Stuhl. Der Stuhl hat einen bedeutenden Nachteil: seine Füsse können das Parkett leicht verkratzen

Dennoch hänge ich sehr an diesem Stuhl. Damit dem Stuhl dennoch nicht das Schicksal "Sperrmüll" droht, musste ich eine Maßnahme ergreifen.

Ein Blick in meine Wollrestekiste brachte mir dann die passende Idee: aus dem Alta Moda Seta-Rest, die ich für meinen Flechtloop verwendet habe, könnte ich dem Stuhl Puschen für die Füsse stricken. Dadurch wird das Parkett geschont und gleichzeitig mein Stash etwas abgebaut. Zum Wegwerfen ist so ein toller Wollrest nun ja auch definitiv zu schade - und für die Sockenwollrestedecke auch nicht gerade das passende Material.
Stuhlsocken
Und weil ich am Ende immer noch ein paar Meter Wolle übrig hatte, habe ich mir ein weiches Armbändchen gestrickt. Es ist einfach nur ein iCord, bei dem ich Anfang und Ende miteinander geschlossen habe.
Armband

Mittwoch, 4. Juli 2012

Gute Vorsätze - und schon gibt es Steine auf meinem Weg


Es ist zwar Mitte des Jahres und dennoch bin ich voller guter Vorsätze: ich will meine angefutterten Pfunde der letzten Monate (besser gesagt des letzten Jahres) wieder loswerden. Zugegebenermaßen: das will ich schon länger. Aber nun ist es mir ernst damit.

Ich habe analysiert, warum es mit der Gewichtsabnahme derzeit nicht klappt. Dazu habe ich mein Verhalten während meiner erfolgreichen Abnahme vor 2 Jahren und meinen aktuell noch nicht erfolgreichen Abnehmversuchen verglichen.

Ich fahre nun ein Pedelec und kein konventionelles Fahrrad mehr. Das spart natürlich pro gefahrenen Kilometer etwas Energie, aber auf der anderen Seite fahren wir nun mehr Fahrrad. Neben den Fahrten zur Arbeit (täglich 18 km) und den gelegentlichen Fahrten in die Innenstadt (mit dem alten Fahrrad), unternehmen wir nun wesentlich öfter ausgedehnte Radtouren. Man merkt es richtig bei den Radtouren: wir brauchen uns nicht lange überzeugen, einen Umweg zu fahren. Hier und da noch ein Schlenker und schon sind an einem Sonntagnachmittag ohne weiteres 40km gefahren. Da ich meist in der untersten Unterstützungsstufe fahre, dürften die Mehrkilometer meine Energieeinsparung pro gefahrenen Kilometer kompensieren. Statt früher im Durchschnitt 100 Kilometer pro Woche, fahr ich nun mit dem Pedelec durchschnittlich 125 Kilometer pro Woche. Hinzukommen dann noch die (wenigen) Kilometer mit dem alten Fahrrad, wenn ich nur zum Bäcker oder in die Innenstadt zum Shoppen, Stricktreff, Party o.ä. fahre. Ich möchte ja nicht überall mein Pedelec stehen lassen und für Strecken unter 5 Kilometer finde ich es auch nicht nötig. Diese 5 Kilometer dürfte ich auch jede Woche zusammenbekommen. Irgendwas ist ja immer und es vergeht keine Woche, in dem ich mein altes Hollandrad nicht auch benutze.

Seit dem ich das Pedelec habe, ist mein Gewicht unverändert. Als Ursache scheidet es also aus.
Vor 2 Jahren habe ich regelmäßig Yoga gemacht. Das mache ich derzeit auch: ich mache regelmäßig kein Yoga. Hier liegt vermutlich der größte Unterschied. Durch meine Schilddrüsenprobleme habe ich ja ohnehin einen langsamen Stoffwechsel. Yoga kann den ganz gut puschen. Das wird also nun mein großer Ansatzpunkt. Das hat auch noch einen Vorteil: wenn ich regelmäßig Yoga mache, habe ich (fast) keinen Heißhunger mehr und kann Ernährungsvorschriften wie Schlank im Schlaf mit Leichtigkeit einhalten.

Vor 2 Jahren habe ich mich ca. 2 Monate lang auch rein vegetarisch ernährt. Das würde ich jetzt auch gerne, aber schon vor 2 Jahren war es so ein Kampf in der Kantine… Bei uns gibt es in der Kantine kein Ausweichessen. Es gibt ein Gericht oder Currywurst-Pommes. Das Hauptgericht ist meist sehr auf die Bedürfnisse der Produktionsarbeiter eingestellt: viel Fleisch, Speck im Gemüse etc. Fleischlose Gerichte gibt es nicht. Damals hatte ich „einfach“ dann das Fleisch weggelassen bzw. rausgepult. Auf Dauer ist das doch sehr eintönig, so mal der eine Kantinenkoch eine Abneigung gegen Gemüse zu haben scheint… Ich werde weiterhin meinen Fleischkonsum reduzieren und versuchen fleischlos zu essen, aber nicht so streng wie vor 2 Jahren. Wenn ich das wollte, dann müsste ich wohl vorkochen und mir mein Essen mit zur Arbeit nehmen. Das mag ich aber unserer Kantinenbetreiberin (und gleichzeitig der anderen Köchin) nicht antun. Es essen hier eh schon viel zu wenige (daher auch nur das eine Hauptgericht). Außerdem: immer vorkochen und dann Aufgewärmtes essen, ist dann auch nicht so meins.

Ich denke, dass der Hauptunterschied im Yoga liegt und so will ich ganz schnell meinen neuen Yogaraum, den Dachboden, von dem Gerümpel befreien, damit ich dort ungestört und regelmäßig üben kann. Aktuell wurde meine Yogamatte als Parkettschoner zweckentfremdet und alles Mögliche, was dort nicht drauf gehört, liegt nun auf meiner Yogamatte.

Für eine freie Yogamatte!

Und wenn ich wieder in einen vernünftigen Yogarhythmus gefunden habe, dann will ich mich mit einer neuen Yogamatte verwöhnen – aus Schurwolle. Meine aktuelle Yogamatte ist sehr dünn, stammt von Tchibo und ich merke, dass sie auf dem Parkett im Dachgeschoss etwas zu dünn ist. Auf dem Laminat im ersten Obergeschoss ist sie wesentlich angenehmer. Ich hätte nicht gedacht, dass das Parkett (so viel) härter sein würde. So eine Anschaffung mache ich aber erst, wenn auch klar ist, dass ich sie nutzen werde. Also: für eine freie Yogamatte!

Update:
Ich hatte gestern den Blogeintrag geschrieben und vergessen ihn zu veröffentlichen und so gibt es bereits eine Ergänzung:

Die Yogamatte ist seit gestern Abend freigeräumt. Der Raum ist noch nicht komplett entrümpelt, aber auf einem guten Weg. Zumindest ist kein Gerümpel mehr im näheren Umfeld der Yogamatte. Heute Morgen habe ich dann noch halb schlaftrunken 6 zügige Runden Sonnengrüße (Surya Namaskar) gemacht. Danach spürte ich richtig, wie mein Kreislauf in Schwung gekommen ist. Mir ist dabei richtig schön warm geworden und hinterher war ich wach. Dabei war ich nur 5 Minuten damit beschäftigt. Für länger fehlte mir leider die Zeit. Ich hatte mich zu lange von einer Bettseite zur anderen gedreht anstatt einfach aufzustehen als der Wecker klingelte.

Das Tempo der Sonnengrüße habe ich mir durch den Yoga Vidya Video Podcastbeitrag „Yoga Sonnengruß mit Surya Mantras an der Nordsee“ vorgeben lassen. Ganz schön flott. Für die nächste Trainingseinheit werde ich mir ein Video oder Audio-Podcast mit einem langsameren Rhythmus raussuchen. Ich will die Abfolge der Asanas möglichst exakt und nicht pfuschig-hastig-schnell machen. Schnell und exakt schließen sich zwar nicht grundsätzlich aus, aber ich habe dafür einfach zu lange keine Yogaübungen mehr gemacht.

Und leider gibt es noch eine Ergänzung: ich bin gerade mit dem Rad zur Packstation gefahren. Auf dem Weg dorthin muss ich Straßenbahnschienen kreuzen und eine wurde mir zum Verhängnis. Mein Fahrradhelm hat wohl schlimme Schäden im Gesicht bzw. am Kopf verhindert. Mein Rad rutschte in die Schienen und ich bin gestürzt. Dabei bin ich u.a. ein Stück mit dem Helm über den Asphalt geschliddert. Nun ist mein rechtes Jochbein etwas rot und tut etwas weh. Gebrochen ist aber scheinbar nix. Zusätzlich habe ich mir eine ordentliche Schürfwunde auf dem linken Knie und der rechten Schulter zugezogen. In den nächsten Tagen kann ich also wohl keine Sonnengrüße machen können. Da gibt es nur eins: meditieren und//oder Atemübungen machen. Aber, passend zu dem Buch, das ich aus der Packstation holen wollte: "Auch das geht vorbei."