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Montag, 25. März 2013

Eiffeltower

Ich habe ganz lange keine Blogposts mehr geschrieben, aber ich war nicht untätig. Einige Projekte habe ich Euch noch nicht vorgestellt, aber das werde ich nun nach und nach machen.
 
Am Wochenende konnte ich jemanden glücklich machen. Es ist doch immer wieder schön zu sehen, wie ein selbst gestricktes Tuch leuchtende Augen hervorrufen kann. Diesmal war der Glücksbringer dieses "Dinner in the Eiffel-Tower"-Tuch. Die Anleitung stammt von Jessie Dodington. Ich habe dies Kaufanleitung natürlich bei Ravelry gefunden. Das Tuch ist relativ leicht zu stricken. Das fertige Tuch ergibt einen Halbkreis. Als Garn hat sich die Beschenkte das Araucania Botany Lace aus meinem Wollvorrat in der Farbnummer 1794 ausgesucht. Die Beschenkte hatte nämlich mein Mystery-KAL-Tuch von Anniken Allis bewundert und vorsichtig angefragt, ob ich ihr nicht auch ein Tuch stricken könnte. Als ich ihr sagte, dass sie sich gerne dafür ein Garn aus meinem Stash aussuchen dürfte und ich auch noch die Araucanía Botany Lace in einer anderen Farbe da hätte, war ihr die Auswahl nicht schwer gefallen.
 
Eine gute Wahl wie ich finde.
 

Dinner in the Eiffel Tower Shawl - Araucanía Botany Lace
Das Garn fühlt sich superweich an und lässt sich wunderbar aufspannen.

Hier seht ihr das Tuch im ungespannten und gespannten Zustand zum Vergleich:
ungespanntes Tuch

gespanntes Tuch
Ich habe für das Tuch fast den kompletten Strang verbraucht und nur noch einen Minirest von einigen Meter übrig behalten. Bei dem Tuch kann man die Größe wunderbar anpassen. Die Wellenform des Rands kommt mal wieder von meiner Spanntechnik. Beim ungespannten Tuch sieht man ganz gut, dass das eigentlich nicht vorgesehen ist.
 
Tja, und was soll ich sagen: meine Mama, die dieses Geschenk, das nun nicht für sich gedacht war, gesehen hat, schaute recht neidisch darauf. Meinen Hinweis, dass ich ihr sehr gerne ein Tuch stricken würde, hat sich freudig entgegen genommen. Bisher hat sie den Vorschlag ja immer abgelehnt. Am liebsten wäre ihr wohl genau das Tuch. Meine Frage nach der Farbwahl ergab ein grün-grau. Und das Garn dürfe es natürlich auch sein.
 
Nun ja, ich stricke ungern zweimal genau das gleiche und so wird sie wohl ein anderes Tuch bekommen. Und mal sehn in welcher Farbe ich nun die Araucanía Botany Lace beim örtlichen Wollhändler kaufen kann. Dies war nämlich mein letzter Strang.
 
*g* Und meine Schwägerin wisperte auch schon meinem Schwager zu, ob sie sich wohl auch mal ein Tuch wünschen dürfe. Na ja, wünschen kann man sich ja vieles . ;-)

Dienstag, 22. Januar 2013

Die Giraffe an meinen Händen...

Wie viele Autofahrer würden nun abends, wenn der Schnee endlich wieder nachlassen würde, denken: "He, da ist sie wieder! Die Radfahrerin mit den bunten, fingerlosen Handschuhen, die hier immer abbiegt!"
Mosaic Mitts
Ich habe nämlich ein neues Lieblingsaccessoire: fingerlose Handschuhe, die wirklich ein Wochenendprojekt sind und einfach nur klasse sind!
Okay, ich gebe zu: die Farbwahl ist sehr schrill, aber die beiden Wollmeisenreste (Twin in Hummer und Limone) waren einfach ideal. Auch wenn ich eine ganz andere Maschenprobe hatte, als die Anleitung vorsieht, habe ich mich an die empfohlene Maschenzahl gehalten. Schließlich wurde meine Swingstulpen auch schon immer breiter im Tragen und sind mir jetzt zu labbrig.

Und nun habe ich passend zu einem roten Schal rot-gelbe fingerlose Handschuhe und bin total glücklich damit.
Die Anleitung heißt "Mosaic Mitts" und ist von Sandy Cushman. Hier findet Ihr mein Ravelry-Projekt. Die Anleitung ist aus der Interweave Knits, Accessories 2009 und natürlich auf englisch. Wer nun denkt: oh, wie kompliziert, dem sei gesagt: nix kompliziert. Es werden abwechselnd immer zwei Runden nur in rot oder nur in gelb gestrickt. Das Muster entsteht durch das Abheben der Maschen, die man gerade in den jeweiligen 2 Runden nicht strickt.

Ich liebe Hebemaschenmuster - einfach und effektvoll!

Mittwoch, 16. Januar 2013

MMM#3: Yogahose

MMM? Was soll denn das? Ich bin wieder zum Nähen gekommen und etwas infiziert. Eine Strickerin vom Stricktreff kam letzten Samstag zu mir und wir haben einen Nähnachmittag/-abend eingelegt und schön war's. Sie hat mir viel gezeigt und nun besitze ich meine erste selbst genähte (Yoga-)hose. Eigentlich hatte ich mir dafür ja einen Burdaschnitt runtergeladen. Leider merkte ich erst nach dem Zusammenkleben der ausgedruckten Seiten, dass das Kontrollquadrat nicht mit meinem Lineal übereinstimmte. Eine bestehende Yogahose habe ich dann auf den Schnitt gelegt und festgestellt: ich muss wachsen, wenn mir der Schnitt passen soll. Und zwar in Länge und Breite. Das war nun ja nicht gerade mein Ziel. Schließlich mache ich auch Yoga, um wieder abzunehmen.
With a little (big) help of a friend habe ich nun aber gelernt, wie man einen bestehenden Schnitt kopiert, wie man die zwei Hosenbeine zusammennäht (Gesäßnaht) und warum nach vorne versetze seitliche Hosennähte für mich eine gute Passform sind (deutlich vorhandener Hintern, der gerne etwas mehr Platz in einer Hose hat).
Das grüne ist übrigens kein Shirt, sondern Bündchenware, die ich nun entweder nach oben ziehen kann und damit schön die Nieren wärmt (ich liebe stylische Nierenwärmer!) oder aber nach unten klappen kann.
Kommentar für mich: ich muss dringend abnehmen! Man, was bin ich pummelig geworden!

Meine erste Zwillingsnaht!
Danke! Es war ein toller Tag und wir sollten das wiederholen. Gerne natürlich auch in der großen Strickerinnenrunde (wenn wir wieder einen geeigneten Raum mieten und einen geeigneten Termin finden können).
Ach: und wie immer sind solche Tage auch toll, um neue Arbeitsmaterialien auszuprobieren. Während K. sich nun dringend einen Rollschneider anschaffen muss, muss bei mir ein Stabilo EasyErgo zum Übertragen der Schnitte auf Schnittmusterpapier her - und ein Kurvenlineal. Vorher werde ich aber erstmal das existierende, biegsame Lineal rauskramen. In irgendeiner Schreibtischschublade muss sowas doch sein... Ich kann mich daran dunkel erinnern...
MMM ist Made-me-Mittwoch. Dort werden mittwochs Sachen vorgestellt, die Erwachsene sich selbst als Bekleidung gestrickt/genäht/gehäkelt/... haben und diese nun tragend vorstellen. Eine unerschöpfliche Ideensammlung! Und nun wächst meine Queue auch in Hinsicht auf Nähprojekte...

Zu weiteren selbstgemachten Kleidungsstücken der jetzigen Woche von anderen Handarbeiten geht es hier entlang.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Sofakissen

Ich habe in 2012 noch schnell die Kissenbezüge aus dem Stoff aus Istanbul fertiggenäht!


Mittwoch, 2. Januar 2013

Das bin ja ich!

Nein, das habe ich nicht gesagt, aber unser Silvesterbesuch hat es gesagt.
Und das kam so: vor ein paar Monaten habe ich einer sehr guten Freundin das Buch Strikkedukker bei Thalia gezeigt. Sie war gleich davon angetan und meinte: „Oh, strick doch mal R. (ihren Freund) und schenk ihm die Puppe dann zum Geburtstag!“. R. war davon aber gar nicht angetan. 
So ein Geburtstagsgeschenk, was aber nur ungeliebt ist, ist dann aber auch kein Geschenk und so habe ich sie ihm nicht zum Geburtstag gestrickt. In der Zwischenzeit habe ich in Erfahrung gebracht, was sein Lieblingspullover ist und mir davon ein Foto gemacht. Sicher ist sicher. Nach Weihnachten bin ich dann ans Werk gegangen und habe aus Sockenwollreste meine erste Strikkedukker gestrickt. Die Füße und Hände sind immer etwas kniffelig, viel kniffeliger war jedoch die richtige Frisur. Mein Mann und ich waren uns über die Haarfarbe von R. nicht einig – auch Fotos konnten da keine Einigung herbeiführen. Und so verwendete ich schließlich einen Sockenwollrest mit Farbverlauf – braun-gelblich-grünlich. Das Grün habe ich weitestgehend herausgeschnitten, aber ab und an blitzt es noch hervor. Noch habe ich ja nicht meine neue Stricklampe (Weihnachtsgeschenk) montiert (äh montieren lassen), da unser Sofa wegen dem Weihnachtsbaum nicht am angestammten Platz steht.
Neben der Farbe war jedoch die Beschaffenheit des Haares das größere Problem: wie macht man kurze, dünne (und – sorry, R.!) wenige Haare auf die Puppe. Ohne Haare sieht sie jedenfalls wie ein Alien aus und führte so schon zu einigem Gelächter in unserem Haushalt. Oh ja. Lachen war beim Stricken der Puppe sowieso eine Lieblingsbeschäftigung. Die Haare machten es nicht besser. Ich habe sie schließlich mit einer 1mm Häkelnadel eingeknüpft und sie später erst geschnitten. Dadurch sah die Puppe zwischendurch wie Albert Einstein auf dem berühmten Foto aus – nur eben mit nicht grauen Haaren. 

Während ich noch am Silvesternachmittag mit der Frisur kämpfte und mir Sorgen machte, ob R. mir beim Anblick der Puppe die Freundschaft kündigen würde, meinte mein Mann noch: „Du musst noch die Brille machen!“. Die Brille! Da war ich total drüber hinweggekommen. Ich bat um Unterstützung. Mein Mann brummelte etwas, verschwand und ich bin in die Garage und damit zum Blumendraht gegangen. Kurz später stand mein Mann mit dem optimalen Werkzeug in der Hand in der Garagentür und hat das Zepter übernommen. Schraubstock geöffnet, Blumendraht eingespannt, an der Puppe maßgenommen, immer wieder Blick auf ein Foto von R. geworfen und ruck zuck hatte der kleine R. eine Brille. Okay, der doppelte Bügel wurde dann noch mit Sekundenkleber verklebt und die Brille schwarz angemalt, aber es ging wirklich schnell und ich weiß nun, dass ich mit einem talentiertem Brillenbieger verheiratet bin.
Ich habe dann den Kampf mit der Frisur fortgeführt und schon bald setzte sich der große R. aufs Sofa, sah meinen Mann an, bemerkte dann die Puppe auf der Sofakante und erkannte sich selbst darin. Das Gelächter war groß und er machte unmissverständlich klar, dass er die Puppe mitnehmen würde und sie auf keinen Fall bei uns Zuhause vergessen dürfe. Er posierte dann am nächsten Tag mit seinem Lieblingspullover noch – wie gut, dass R. und I. viiiieeeel Gepäck dabei hatten und schon war die Puppe wieder weg…
 
Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass ich I. den kleinen R. schenken würde, aber R. hat den kleinen R. sofort ins Herz geschlossen – da gab es kein Zurück.  Da die beiden aber ohnehin in einem gemeinsamen Haushalt leben, spielt es  vermutlich auch gar keine Rolle, wer nun die Puppe mit nach Hause nimmt.
Die Haare sind übrigens länger als R.s Haare, was auch daran liegt, dass zu kurz abgeschnitten die angeknüpften Haare sofort ausfallen würden. Gestopft habe ich die Puppe mit herkömmlicher Bastelwatte.

Eins will ich dann aber nicht vergessen: ich wünsche Euch ein wundervolles neues Jahr!