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Freitag, 6. Januar 2012

Testsocken "ennstal modern"

Tryphina hat zum Sockenstricken aufgerufen. Es sollen ennstal modern-Socken gestrickt werden. Gefunden habe ich die Bitte zum Stricken der Testsocken natürlich bei Ravelry, wo auch sonst?

Die zu strickenden Socken sind recht schlicht und haben jeweils an der Außenkante einen Zopf. Damit ist das Muster ideal für einfarbige Socken und passt wahrscheinlich auch zu leicht gemusterter Wolle. Somit habe ich nun etwas aus meinem Stash genommen: Lana Grossa Meilenweit Bosco, im November in Hameln im Sonderangebot für nur 4,99€ gekauft.

Die Anleitung ist bis Größe 38. Ich habe sie auf Größe 39 hochgesetzt und mit 64 Maschen gearbeitet. Da das Muster sich nicht sehr zusammenzieht, hätten wohl auch 60 Maschen gereicht.

Auf diesem Foto sieht man das einzige, was mich an den Socken stört: es sind links und rechts die gleiche Anzahl an linken Maschen. Durch die rechts verschränkten Maschen wirkt der Bereich der linken Maschen rechts vor dem Zopf allerdings viel breiter als links vom Zopf. Beim nächsten Mal würde ich daher rechts vom Zopf eine linke Masche weniger stricken. Das wäre dann zwar vom Stricken her asymmetrisch, dürfte aber optisch symmetrisch wirken.
Seitenansicht auf die Ennstal Socks
Und so sehen die Socken fertig aus:
Ennstal modern

Dienstag, 3. Januar 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 1/2012: Anleitungen

Beim Wollschaf wird heute folgende Frage gestellt:
Mich würde mal interessieren, wo Ihr Eure Anleitungen her bekommt. Denkt Ihr Euch selbst was aus und schreibt eigene Anleitungen, oder kauft Ihr Euch Zeitungen/Bücher, stöbert Ihr im Internet oder tauscht Ihr vielleicht auf Stricktreffen mit anderen StrickerInnen Anleitungen aus? Vielen Dank an Nadja für die heutige Frage!
Das Wollschaf wünscht allen ein gutes Neues Jahr!

Den Wünschen schließe ich mich gleich an: frohes Neues Jahr! Wo bekomme ich meine Anleitungen her? Bücher, Zeitschriften und Ravelry sind die Quelle meiner Anleitungen. Eine einzige Sache habe ich bisher frei jeder Anleitung gestrickt: eine Teddybärenjacke.

Ich bin gerade in der Phase Anleitungen abzuändern. Ich merke es beim Stricken eines Paares Stricksockens. Ständig denke ich, ach, dies hier, das würde ich eigentlich anders machen... Beim Teststricken geht das natürlich nicht.

Sonntag, 1. Januar 2012

Fotos vom Zauberteil

So, und nun die versprochenen Fotos:
Ausgestrecktes Zauberteil

Zauberteil als Bolero
Die Ärmel hätten doch noch ein Stückchen länger gekonnt. Ich werde das Zauberteil nun einer Handwäsche unterziehen und mir dann die Ärmellänge ansehen. Auf den Bildern sieht das Zauberteil sehr durchsichtig aus. Das liegt am Blitzlicht. In natura ist es etwas dichter, aber natürlich nicht blickdicht.

Samstag, 31. Dezember 2011

Schwarzes Zauberteil

Im Sommer fing alles mit einem Blick in eine Strickzeitschrift an: "Die muss ich haben! - äh... - machen!" In der Rebecca Ausgabe 46 gab es eine Anleitung für eine Mischung aus Stola und Bolero, wunderbar flexibel und scheinbar einfach zu stricken. Das ganze gestrickt aus einem haarigen Lacegarn. Wild entschlossen radelte ich zum Woll-SB-Markt und hielt Ausschau nach einem entsprechenden Garn. Schwarz sollte mein Zauberteil werden und nicht so grün wie die Vorlage in der Zeitschrift. Das angegebene ggh-Garn Kid Melange gab es natürlich nicht im Woll-SB-Markt. Ich ließ mich kurz beraten und kaufte dann 6 Knäuel Lana Grossa Silkhair in schwarz. Vielleicht hätte ich erzählen sollen, dass ich erst im letzten Winter das Stricken wiederaufgenommen hatte und seit dem nur Socken gestrickt hatte? Tja... Netterweise verkaufte man mir gleich Nadelspitzen von KnitPro in Stärke 5,0mm mit einem passenden Seil. Ein Nadelspiel wollte ich dazu gar nicht haben. So. Frischen Muts machte ich mich ans Werk. Den Link zu meinem Ravelry-Projekt findet Ihr übrigens hier. Bei Ravelry gibt es das fertige Objekt auch in anderen Farben (und viel schneller gestrickt) zu bewundern.

Schon beim Maschenanschlag bin ich regelrecht verzweifelt... Mehr als 20 Maschen mit so einem dünnen fusseligen Garn in schwarz anschlagen und dann noch zählen? Ständig waren die Maschen auf der Nadel beim Anschlag so fest, dass ich die Maschen nicht mehr bewegt bekam. Dauerhaft verbunden nennt man das wohl.

Das Schwarz des Garnes war auch ganz toll zum Nebenbeistricken und das haarige Garn machte es zu einem idealen Mitnahmeprojekt. *Ironie off*


Das Stricken des Hauptteils gelang mir dann noch relativ einfach und zügig. Die langen Rückreihen linker Maschen nervten mich zunehmend, aber ich hielt tapfer durch. Es winkte ja der Ausblick schon bald die Ärmel in Runden zu stricken - und damit nur noch rechte Maschen zu arbeiten. Was habe ich mich darauf gefreut. Kaum war es soweit, war meine Freude aber schon bald getrübt: Es entwickelten sich lange Spannfäden zwischen den Rundstricknadeln, die sich unschön in der Textur der Ärmel zeigten.
Bruch in der Textur der Ärmel
Zudem hatte ich ja den Ehrgeiz die Ärmel gleichzeitig zu stricken. So saß ich z.B. zwischenzeitlich im Auto auf dem Beifahrersitz und versuchte Mithilfe zweier Rundstricknadeln die beiden Ärmel gleichzeitig zu stricken. Welch fulminanter Plan! Die beiden Knäuel Silkhair verhakten sich ständig und es war nur noch nervig. Spontan kaufte ich mir dann ein Nadelspiel in Stärke 5,0mm. Damit konnte ich nun ja vielleicht besser einen Ärmel weiterstricken. Ich hatte die Hoffnung, dass sich auch so die langen Spannfäden beim Wechsel von einer Rundstricknadel zur nächsten vermeiden ließen. Das stimmte soweit auch... aber nun entstanden sie von einer Nadel des Nadelspiels zur nächsten. Ich hatte nun also 4 Brüche pro Ärmel statt 2. Ganz großes Kino! Entnervt rutschte das Zauberteil in meinem Strickkorb immer weiter runter. Andere Projekte fielen mir in die Hände. Noch gab es Hoffnung. Im August wollte ich noch schnell das Zauberteil fertig stricken, um dann auf dem Flug nach Kuba die Brüche mit einer Häkelnadel bewaffnet schließen zu können. Im November kämpfte ich tapfer ein paar Stunden (okay, ich bin ehrlich: Minuten) am Zauberteil und fasste dann 40 Tage vor dem Jahresende den Entschluss, das Zauberteil noch in 2011 zu beenden.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag resümierte ich dann bereits, dass ich alle meine Punkte von der 40-Tage-Liste erfüllt hatte, aber es für das Zauberteil schlecht aussehen würde. Kurz nachdem ich das geschrieben hatte, kramte ich das Zauberteil wieder hervor und strickte ein paar Reihen mit dem Nadelspiel an einem Ärmel. Das Stricken mit einem Nadelspiel ist einfach nichts für mich. Immer wieder stören die nicht gerade verwendeten Nadeln, auf denen die Maschen ruhen. Schnell holte ich also zwei Seile, die passenden Nadelspitzen und strickte alles auf zwei Rundstricknadeln weiter. So kam ich schon viel besser und vor allem mit viel mehr Spaß an der Sache voran. 

Ich hatte mir schon vor langer Zeit überlegt, dass diese Projekt entgegen der Anleitung nach leicht ausgestellten Ärmeln schreit. Die Abnahmen bei den Ärmeln habe ich also nicht gearbeitet, sondern nach einer Vorlage für ausgestellte Ärmel gesucht. Den Großteil der Ärmel habe ich mit 60 Maschen in der Runde gestrickt. Wie viele Maschen sollte ich für den Abschluss der Ärmel zunehmen? Auf wie viele Reihen sollte ich das verteilen? Und wie viele Reihen ohne Zunahmen sollten dazwischen sein?

So, und nun ist das Zauberteil fertig. Ich würde ja gerne ein Foto davon einstellen, aber... man hat mir meine Handtasche inklusive Fotoapparat geklaut... Ihr müsst Euch also etwas gedulden... Da kann ich gleich das Resümee für 2011 ziehen: bis auf den Urlaub im Sommer hätte ich ingesamt auf dieses Jahr verzichten können. Ich freue mich also auf ein neues Jahr. Ich wünsche Euch einen wundervollen Start ins Neue Jahr und eine gesundes, glückliches und gesegnetes 2012.






Freitag, 30. Dezember 2011

Die Länge der Ärmel

Ich habe es mir gestern Abend mit dem Zauberteil gemütlich gemacht. Fertiggestellt habe ich das Zauberteil dann doch noch nicht. Erst dauerte das Telefonat länger als erwartet (was sehr schön war) und dann stellte sich die Frage aller Fragen: Wie lang soll der Ärmel werden? Ich habe die Ärmelform bereits angepasst und mich dafür entschieden, dass die Ärmel am Unterarm nicht eng anliegen sollten, sondern etwas ausgestellt sein sollten.

Ich habe auf dem Foto den Arm nach vorne ausgestreckt. Das ist bekanntlich ja die Haltung, in der die Ärmel immer kürzer sind. Bei ausgestellten Ärmel sind diese ja meist etwas länger als z.B. Ärmel mit Bündchen. Aber wie lang sollten nun die Ärmel hier werden? Ein wenig länger dürfte es schon noch sein, aber werden die Ärmel vielleicht auch noch ganz von alleine länger? Die Entscheidung wollte ich gestern spät nicht mehr treffen. Der eine Ärmel hat nun die Länge wie abgebildet, dem zweiten Ärmel fehlen noch ca. 10cm bis zu dieser Länge. Das Abketten des ersten Ärmels habe ich nun lieber verschoben. Die Frage bleibt: Abketten oder noch 1-2 cm weiterstricken?