Notruf! Notruf! SOS!
Liebe Leser: entschuldigt bitte, dass ich solange nicht mehr gepostet habe. Ich hatte schlicht entweder keine Zeit oder keine Lust (oder beides) um zu posten. Und soviel ist nun auch nicht passiert oder fertig geworden. Ich stricke gerade ausgesprochen wenig. Ich brauchte einfach mal eine Strickpause.
Nun werde ich aber wieder zu den Nadeln greifen, denn...
eine meiner Cousine hat ein kleines Töchterchen zur Welt gebracht. 4 Wochen zu früh und entsprechend klein. Zum Glück aber gesund. :-) :-) :-)
Das geplante Babyjäckchen hatte ich noch nicht einmal begonnen (jede Cousine hat bisher zur Geburt ein Babyjäckchen von mir bekommen). Nun stellt sich mir die Frage: was stricke ich nun für das zierliche, kleine Baby?
Normalerweise wird es ja immer eine tendenziell zu große Jacke, aber dieses kleine Menschenkind, braucht ja jetzt etwas und zu großes hat meine Cousine verglichen mit der Ist-Situation sicherlich schon genug.
Habt Ihr Vorschläge? Ich dachte an auf jeden Fall eine Mütze für Frühchen. Aber irgendwas darf da noch dazu (vielleicht auch mehr, weil es ja für so Kleine echt schnell geht und auch sehr wichtig ist!).
Was wird am meisten gebraucht? Jäckchen? Strampler? Socken? Oder einfach lieber ein Stapel Mützen? Ich habe ja so gar keine Ahnung!
Mit Kleinkind im Haus ist aus einem Strickblog mehr und mehr ein Nähblog geworden. Ich werde aber sicher die Stricknadeln wieder in die Hand nehmen.
Mittwoch, 29. Mai 2013
Montag, 1. April 2013
Eine besondere Babyjackenkonstruktion
| Demne |
Für den Nachwuchs meiner Cousine habe ich eine Babyjacke mit einer ganz besonderen Konstruktion gestrickt. Da ich noch nicht wusste, ob sie nun einen Jungen oder ein Mädchen erwartet, habe ich mich für eine neutrale Wolle aus meinem Wollvorrat entschieden (Katia Pima Cotton). Ich habe etwas über 3 Knäuel dafür verbraucht. Die Konstruktion ist sehr spannend und erfordert entweder gutes Vorstellungsvermögen oder viel Vertrauen in die Anleitung und das eigene Nachvollziehen der Anleitung.
| besondere Konstruktion |
Die Anleitung ist von Annie Cholewa und heißt Demne. Sie steht bei Ravelry kostenfrei zum Download. Man kann der Anleitung gut folgen und sollte keine Scheu vor offenen Maschenanschlägen haben.
Am Ende braucht man nur noch die Seitennähte und die Ärmelnähte schließen und man erhält eine wunderbare Jacke.
Übrigens: ich liebe diese simplen, neutralen Jacken, die nicht gleich schreiend babyblau oder mädchenrosa sind.
Außerdem lässt sich sowas neutrales wunderbar kombinieren - wobei ich natürlich auch kräftige Farben sehr schätze. Nun muss es nur noch meiner Cousine und ihrem Mann gefallen. Dem kleinen Jungen (ja, es ist ein Junge geworden) gefällt die Jacke hoffentlich auch aus dieser kuscheligen Baumwolle. Die Katia Pima Cotton lässt sich übrigens sehr gut verstricken.
Montag, 25. März 2013
Eiffeltower
Ich habe ganz lange keine Blogposts mehr geschrieben, aber ich war nicht untätig. Einige Projekte habe ich Euch noch nicht vorgestellt, aber das werde ich nun nach und nach machen.
Am Wochenende konnte ich jemanden glücklich machen. Es ist doch immer wieder schön zu sehen, wie ein selbst gestricktes Tuch leuchtende Augen hervorrufen kann. Diesmal war der Glücksbringer dieses "Dinner in the Eiffel-Tower"-Tuch. Die Anleitung stammt von Jessie Dodington. Ich habe dies Kaufanleitung natürlich bei Ravelry gefunden. Das Tuch ist relativ leicht zu stricken. Das fertige Tuch ergibt einen Halbkreis. Als Garn hat sich die Beschenkte das Araucania Botany Lace aus meinem Wollvorrat in der Farbnummer 1794 ausgesucht. Die Beschenkte hatte nämlich mein Mystery-KAL-Tuch von Anniken Allis bewundert und vorsichtig angefragt, ob ich ihr nicht auch ein Tuch stricken könnte. Als ich ihr sagte, dass sie sich gerne dafür ein Garn aus meinem Stash aussuchen dürfte und ich auch noch die Araucanía Botany Lace in einer anderen Farbe da hätte, war ihr die Auswahl nicht schwer gefallen.
Eine gute Wahl wie ich finde.
| Dinner in the Eiffel Tower Shawl - Araucanía Botany Lace |
Hier seht ihr das Tuch im ungespannten und gespannten Zustand zum Vergleich:
![]() |
| ungespanntes Tuch |
| gespanntes Tuch |
Ich habe für das Tuch fast den kompletten Strang verbraucht und nur noch einen Minirest von einigen Meter übrig behalten. Bei dem Tuch kann man die Größe wunderbar anpassen. Die Wellenform des Rands kommt mal wieder von meiner Spanntechnik. Beim ungespannten Tuch sieht man ganz gut, dass das eigentlich nicht vorgesehen ist.
Tja, und was soll ich sagen: meine Mama, die dieses Geschenk, das nun nicht für sich gedacht war, gesehen hat, schaute recht neidisch darauf. Meinen Hinweis, dass ich ihr sehr gerne ein Tuch stricken würde, hat sich freudig entgegen genommen. Bisher hat sie den Vorschlag ja immer abgelehnt. Am liebsten wäre ihr wohl genau das Tuch. Meine Frage nach der Farbwahl ergab ein grün-grau. Und das Garn dürfe es natürlich auch sein.
Nun ja, ich stricke ungern zweimal genau das gleiche und so wird sie wohl ein anderes Tuch bekommen. Und mal sehn in welcher Farbe ich nun die Araucanía Botany Lace beim örtlichen Wollhändler kaufen kann. Dies war nämlich mein letzter Strang.
*g* Und meine Schwägerin wisperte auch schon meinem Schwager zu, ob sie sich wohl auch mal ein Tuch wünschen dürfe. Na ja, wünschen kann man sich ja vieles . ;-)
Dienstag, 22. Januar 2013
Die Giraffe an meinen Händen...
Wie viele Autofahrer würden nun abends, wenn der Schnee endlich wieder nachlassen würde, denken: "He, da ist sie wieder! Die Radfahrerin mit den bunten, fingerlosen Handschuhen, die hier immer abbiegt!"
| Mosaic Mitts |
Ich habe nämlich ein neues Lieblingsaccessoire: fingerlose Handschuhe, die wirklich ein Wochenendprojekt sind und einfach nur klasse sind!
Okay, ich gebe zu: die Farbwahl ist sehr schrill, aber die beiden Wollmeisenreste (Twin in Hummer und Limone) waren einfach ideal. Auch wenn ich eine ganz andere Maschenprobe hatte, als die Anleitung vorsieht, habe ich mich an die empfohlene Maschenzahl gehalten. Schließlich wurde meine Swingstulpen auch schon immer breiter im Tragen und sind mir jetzt zu labbrig.
Und nun habe ich passend zu einem roten Schal rot-gelbe fingerlose Handschuhe und bin total glücklich damit.
Die Anleitung heißt "Mosaic Mitts" und ist von Sandy Cushman. Hier findet Ihr mein Ravelry-Projekt. Die Anleitung ist aus der Interweave Knits, Accessories 2009 und natürlich auf englisch. Wer nun denkt: oh, wie kompliziert, dem sei gesagt: nix kompliziert. Es werden abwechselnd immer zwei Runden nur in rot oder nur in gelb gestrickt. Das Muster entsteht durch das Abheben der Maschen, die man gerade in den jeweiligen 2 Runden nicht strickt.
Ich liebe Hebemaschenmuster - einfach und effektvoll!
Ich liebe Hebemaschenmuster - einfach und effektvoll!
Mittwoch, 16. Januar 2013
MMM#3: Yogahose
MMM? Was soll denn das? Ich bin wieder zum Nähen gekommen und etwas infiziert. Eine Strickerin vom Stricktreff kam letzten Samstag zu mir und wir haben einen Nähnachmittag/-abend eingelegt und schön war's. Sie hat mir viel gezeigt und nun besitze ich meine erste selbst genähte (Yoga-)hose. Eigentlich hatte ich mir dafür ja einen Burdaschnitt runtergeladen. Leider merkte ich erst nach dem Zusammenkleben der ausgedruckten Seiten, dass das Kontrollquadrat nicht mit meinem Lineal übereinstimmte. Eine bestehende Yogahose habe ich dann auf den Schnitt gelegt und festgestellt: ich muss wachsen, wenn mir der Schnitt passen soll. Und zwar in Länge und Breite. Das war nun ja nicht gerade mein Ziel. Schließlich mache ich auch Yoga, um wieder abzunehmen.
With a little (big) help of a friend habe ich nun aber gelernt, wie man einen bestehenden Schnitt kopiert, wie man die zwei Hosenbeine zusammennäht (Gesäßnaht) und warum nach vorne versetze seitliche Hosennähte für mich eine gute Passform sind (deutlich vorhandener Hintern, der gerne etwas mehr Platz in einer Hose hat).
Das grüne ist übrigens kein Shirt, sondern Bündchenware, die ich nun entweder nach oben ziehen kann und damit schön die Nieren wärmt (ich liebe stylische Nierenwärmer!) oder aber nach unten klappen kann.
Kommentar für mich: ich muss dringend abnehmen! Man, was bin ich pummelig geworden!
Das grüne ist übrigens kein Shirt, sondern Bündchenware, die ich nun entweder nach oben ziehen kann und damit schön die Nieren wärmt (ich liebe stylische Nierenwärmer!) oder aber nach unten klappen kann.
Kommentar für mich: ich muss dringend abnehmen! Man, was bin ich pummelig geworden!
| Meine erste Zwillingsnaht! |
Danke! Es war ein toller Tag und wir sollten das wiederholen. Gerne natürlich auch in der großen Strickerinnenrunde (wenn wir wieder einen geeigneten Raum mieten und einen geeigneten Termin finden können).
Ach: und wie immer sind solche Tage auch toll, um neue Arbeitsmaterialien auszuprobieren. Während K. sich nun dringend einen Rollschneider anschaffen muss, muss bei mir ein Stabilo EasyErgo zum Übertragen der Schnitte auf Schnittmusterpapier her - und ein Kurvenlineal. Vorher werde ich aber erstmal das existierende, biegsame Lineal rauskramen. In irgendeiner Schreibtischschublade muss sowas doch sein... Ich kann mich daran dunkel erinnern...
MMM ist Made-me-Mittwoch. Dort werden mittwochs Sachen vorgestellt, die Erwachsene sich selbst als Bekleidung gestrickt/genäht/gehäkelt/... haben und diese nun tragend vorstellen. Eine unerschöpfliche Ideensammlung! Und nun wächst meine Queue auch in Hinsicht auf Nähprojekte...
Zu weiteren selbstgemachten Kleidungsstücken der jetzigen Woche von anderen Handarbeiten geht es hier entlang.
Zu weiteren selbstgemachten Kleidungsstücken der jetzigen Woche von anderen Handarbeiten geht es hier entlang.
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