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Freitag, 4. November 2011

Mein erster Loop für mich selbst

Meinen allerersten Loop "In der Dämmerung" habe ich ja als Wichtelgeschenk verschenkt. Die Wolle liegt auch noch da und ich will ihn mir einmal selbst stricken. Zwischendurch brauchte ich aber ein Projekt für das Stricktreffen. So habe ich einen Loop im Korbflechtmuster angeschlagen. Hier findet Ihr den Zwischenstand.

Und nun ist er fertig, fertig, fertig!!! Ich habe den Loop schon beim Radfahren ausprobiert und er ist einfach nur toll. Er ist kuschelig und hat einen guten Stand. Ich werde mir definitiv auch noch einen weichfallenden Loop stricken, aber der Stand ist toll, um den Hals beim Fahrradfahren wirklich zu schützen. Zudem ist der Loop sehr schnell gestrickt und beeindruckt durch seine Machart - auch wenn sie in Wirklichkeit sehr einfach zu stricken ist.
Korbflechtloop mit Selbstauslöser *g*

Hier die Facts & Figures:
Garn: Lana Grossa Alta Moda Seta, ca. 375g
Strickanleitung: Filati Catwalk Herbst/Winter 2010, #16
Nadelstärke: 8mm
Häkelnadel: 6mm
Anpassungen: mit festen Maschen statt mit Krebsmaschen umhäkelt

Ich hatte einen Versuch mit den Krebsmaschen gestartet. Ich habe vorher noch nie Krebsmaschen gearbeitet. Es ging mir überhaupt nicht von der Hand und sah ziemlich ungleichmäßig aus. Daher habe ich die Maschen wieder geribbelt und stattdessen den Loop mit einer Reihe festen Maschen umhäkelt.

Nachtrag: schaut mal hier, wenn Ihr das Muster toll findet.

Montag, 31. Oktober 2011

Stricken für Unkonzentrierte

Gestern Abend wurde mir bewusst, dass ich gerade nur Projekte auf den Nadeln habe, die Konzentration erfordern. Entweder weil das Muster ein Zählmuster ist oder weil ich immer wieder Zu- oder Abnahmen arbeiten muss, um z.B. die Armkugel für die Lepidoptera zu arbeiten. Das einzige Projekt ohne viel Zählerei bzw. Messerei wäre das Zauberteil, aber die schwarze Silkhairwolle lässt sich im schummrigen Licht beim Stricktreff schlecht arbeiten. Also musste ein neues Projekt her.

Ein Blick in meine Ravelry-Queue und ich konnte anschlagen: einen Loop im Korbflechtmuster aus der Filati Catwalk Herbst/Winter 2010. Hier findet Ihr den Ravelrylink. Gearbeitet ist der Loop aus Lana Grossa Alta Moda Seda. Die Wolle konnte ich günstig erstehen. Allerdings riecht sie etwas nach Farbe. Ich freue mich also schon jetzt auf die Handwäsche, wenn der Schal fertig ist. Dafür entschädigt die Garnstruktur:

Lana Grossa Alta Moda Seta - Farbe 001-petrol
Das Garn fühlt sich gut an. Die Zusammensetzung ist: 60% Schurwolle, 30% Seide und 10% Polyamid. Bei einer Lauflänge von 60m pro 50g bedarf es natürlich eine hohe Nadelstärke. Ich habe wie in der Anleitung vermerkt die Nadelspitzen in Nadelstärke 8mm aufgezogen und gestern Abend fast das erste Knäuel verstrickt:
Loop im Korbflechtmuster - die ersten cm
Beim Lesen "2. Masche hinter der 1. Masche vorbei..." dachte ich noch, dass es kompliziert bzw. frickelig werde könnte. Es ist aber sehr entspannt und ich muss immer wieder nur bis zwei zählen. Das gelingt mir selbst beim Stricktreff ohne weiteres.

Das bisherige Ergebnis gefällt mir sehr. Ich werde immer mehr Fan von dicken Garnen für Winteraccessoires.

Dienstag, 11. Oktober 2011

Locker stricken?


In den letzten Jahren scheint mir das "Lockerstricken" richtig in Mode gekommen zu sein. Damit meine ich nicht (oder nicht nur) die Tatsache, dass Nadelstärken und Maschenproben von einigen Herstellern oft in einem Bereich angegeben werden, der vor zwanzig Jahren als utopisch oder lächerlich bezeichnet worden wäre. Dies ist ein anderes Thema.
Viel mehr geht es um andere Dinge: Einige Garne, insbesondere sog. Designer-Garne, sind bei genauer Betrachtung nur für Lockerstricker wirklich geeignet – nicht nur Feststricker, sondern auch Normalstricker haben einfach keine Chance, damit umzugehen; viele (immer mehr?) Modelle sind ebenfalls nur für Lockerstricker umsetzbar und gewollt lasch; fertiges Gestrick hängt durchscheinend an Schaufensterpuppen. Viele Strickerinnen, schaut man in Blogs nach ihren Werken, scheinen das Lockerstricken zu begrüßen und gern einzusetzen.
Mich würde interessieren, was am Lockerstricken und am lockeren Gestrick für sie so reizvoll ist. Ist es das Materialersparnis? Gefällt den Lockerstrickern das lichtdurchlässige, im Maschenbild oft weniger regelmäßige Ergebnis etwa wirklich? Und warum?
Was ist dran, am Lockerstricken?
Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!


Nun ja, ich habe ein paar Socken, dass ich so fest gestrickt habe, dass ich es kaum angezogen bekomme. Mit einer gescheiten Maschenprobe wäre das aber nicht passiert. Ich muss sagen, dass ich eigentlich recht "offen" stricke, also nicht soooo fest, dass man mit Müh und Not nur an die Maschen zum Abheben kommt. Das macht mir auch keinen Spaß. Oft benutze ich deswegen aber auch die Nadeln 1-2 Nummern kleiner als auf der Banderole angegeben.

Lace zu verstricken ist ja manchmal so ein richtiger Fall fürs Lockerstricken. Um ehrlich zu sein: kaum war mein Blätterschal fertig, hatte er auch schon die erste Macke: ganz galant in der Fahrradklingel verhakt. Wäre der Schal fest gestrickt, wäre es nicht passiert. Bei diesem Lochmuster blieb es aber einfach nicht aus.

Ich habe deswegen nicht so rechte Lust wieder "richtig Lace" zu stricken. Deswegen stricke ich gerade ja mit Lacegarnen und dünnen Nadeln... So können nicht so schnell solche Unfälle passieren.

Die superdicken Garne hingegen finde ich auch reizvoll. So kann man schnell tolle Winterschals und ähnliches stricken. Aber auch da: manchmal darf es dann ruhig eine Nadelstärke kleiner sein. Wie z.B. bei der am Wochenende gestrickten Mütze.