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Montag, 10. Juni 2013

Babydecke und Pucktuch in einem - Leaf Blanket

Ich weiß nicht, ob ich den Blogpost nun schon zwischendurch veröffentlich hatte oder nicht. Jetzt kommt er auf jeden Fall in Gänze:

Auf der Suche nach den passenden Anleitungen für die Kleine meiner Cousine bin ich auf das Leaf Blanket von Susan B. Anderson gestoßen. Und wie ich auf anderer Leute Blogs sehen konnte - Ravelry zeigt ja auch die Blogeinträge zu den Anleitungen an - ist es ein heißbegehrtes Stück bei werdenden / jungen Eltern.
Um die Bilder zu sehen, müsst Ihr die Links verwenden (ich verwende ja keine fremden Fotos hier). Also einmal die Links oben oder aber von der Website von Spud and Chloe, wo man die Anleitung kaufen kann (leider mit ca. 7,70€ nicht gerade ein Schnäppchen). Aber die Anleitung scheint es wert zu sein: viele Strickerinnen bei Ravelry berichten, dass sie die Decke schon ein paar Mal gestrickt hätten, da sie so begehrt bei den Eltern/Babies ist.
Während die Kleinen noch ganz frisch auf der Welt sind, eignet sie sich bis ca. 6 Monate zum Einwickeln und z.B. als Schlafsackersatz ähnlich wie ein Pucktuch. Und mal ehrlich: wer kuschelt sich nicht gerne ganz fest in eine weiche Decke?
Ausgebreitet sieht die Decke wie ein Blatt aus. Erst hatte ich gedacht, dass da eine Naht auf der linken Seite sei, aber das ist lediglich eine rechte Maschen zwischen lauter linken Maschen. Durch das dicke Garn wirkt das wie eine Naht. Aber beim Liegen dürfte man das nicht spüren - jedenfalls nicht, wenn man nicht bretthart strickt.
Ältere Kinder nehmen die Decke wohl gerne als Zudecke im Kindersitz bzw. als einfache Kuscheldecke. Das kann ich mir bei der weichen Superbingo wirklich gut vorstellen.
Leaf Blanket nach 4 Knäueln Superbingo
Ich habe nun schon fast 4 Knäuel von Lana Grossa Superbingo verwendet. Damit ist schon die angegebene Lauflänge des dickeren Originalgarns erreicht. Ich habe allerdings ein paar Reihen und Maschen hinzugefügt, da die Maschenprobe der Superbingo doch eine deutlich andere ist als die original angegebene. Die Superbingo war aber die einzige erhältliche Wolle aus einem guten Material, die dick und in Grüntönen in meinem bevorzugten Wollladen erhältlich war. Ich habe mich bewusst gegen eine Polymischung entschieden. Ich finde, dass eine Decke gleichzeitig weich und strapazierfähig sein soll. Mit Merinowolle überhitzt man auch nicht so schnell wie bei mancher Polymischung.
Susan B. Anderson - Leaf Blanket - Blätterbabydecke
Man gut, dass ich gleich ein 5. Knäuel gekauft habe. Die Decke beult sich etwas. So hat sie die natürliche Form, wie sie sich um das Kind schmiegen soll. Durch das Waschen und Spannen habe ich sie halbwegs glatt ziehen können. Die Decke ist dabei etwas aufgepoppt und noch weicher geworden. Ich hätte sie ruhig eine Nadelstärke kleiner stricken können... Aber wenn man keine Maschenprobe vorher macht, dann sieht man es eben hinterher. Die Maschenprobe hätte wie die Decke aber wohl auch ewig zum Trocknen gebraucht und Zeit hatte ich ja nun keine...
 
Bitte stellt Euch darin ein Baby vor
Während die Decke langsam vor sich hintrocknete, habe ich dann noch andere Baby- bzw. Frühchensachen gestrickt. Allesamt aus der Dornröschenwolle - Merinowolle in der Färbung "Mord im Schloss", die ich noch von der Babyjacke fürs Patenkind übrig hatte.


Babypaket in rot
Gestrickt habe ich 2 Paar Frühchensocken nach dieser Anleitung: Frühchenstricken. Das erste Paar habe ich mit dem Bindeband um die Fußsohle laufend gestrickt. Ja, so steht es nicht in der Anleitung. Meine Nachbarin mit kleinen Kindern zeigte mir aber die optimale Position für das Bindeband und ich habe es schlicht falsch interpretiert. Die Stelle zum Zusammenbinden ist zwar die richtige, aber das Band muss natürlich um die Fessel und nicht um die Fußsohle laufen. Vielleicht kann meine Cousine ja dennoch was damit anfangen.

Frühchensocken mit falscher Bindebandführung
Damit sie aber auch ein richtiges Paar bekommt, habe ich es gleich nochmal gemacht. So seht Ihr die Socken auch gleich einmal runtergefaltet und einmal glatt. ;-) Bei dem zweiten Paar habe ich dann eine Käppchenferse gearbeitet (statt einer Bumerangferse wie beim ersten Paar), weil ich den Eindruck hatte, dass der Spann doch etwas niedrig war. Das Bindeband dieses Paar ist dann auch nicht gehäkelt, sondern ein Icord mit 3 Maschen Breite.


Frühchensocken einmal richtig


Frühchenmütze
Dazu dann noch eine Mütze von der gleichen Quelle.

Babyschühchen
Und weil sie mich einfach so anlachten und die Decke immer noch nicht trocken war, gibt es auch noch Christine's Stay-on-Booties, die angeblich (den Praxistest kann ich ja nicht selbst machen) an Babys Füßchen bleiben. Mit Füßen drin sehen sie bestimmt auch gleich viel besser aus.
 
Das Paket ist nun bei meinem Onkel eingetroffen. Ich hatte es zu ihm geschickt, da ich mir nicht sicher war, ob die Kleine noch im Krankenhaus ist und meine Cousine (und ihr Mann) dann wohl kaum Zeit und Nerv hat, evtl. Pakete in irgendeiner Poststelle abzuholen. Und mein Onkel und meine Tante werden es ihr bestimmt ganz bald vorbeibringen. :-)

Sonntag, 9. Juni 2013

Auf in die Sommerprojekte

Die Strickerei für das Frühchen meiner Cousine hat mich wieder ans Stricken gebracht. Ich werde Euch in den nächsten Tagen die fertigen Werke vorstellen. Vorher möchte ich Euch aber mein frisch begonnenes Sommerprojekt vorstellen:

Den Belvedere Cardigan nach einer Anleitung von Debbie O'Neill aus der Knitscene Winter/Spring 2011. Der Name Belvedere ist italienisch und heißt schöne Aussicht. Ich hoffe, dass wird auch auf der fertige Projekt zutreffen. Besonders an dieser Jacke ist, dass sie einen burschikosen Schnitt - also sehr gerade hat. Allerdings wird das burschikose durch ein Lochmuster durchbrochen. Eigentlich wollte ich ja keine Lochmusterpullover stricken - die fertigen Pullover weiten sich nämlich mehr und mehr - egal wie gut man das schon bei der Maschenprobe berücksichtigt hat. Die Adele-Tunika wurde zum Beispiel immer länger und breiter - trotz liegender Trocknung. Bis mein Liebster sie in der Waschmaschine gewaschen hat und sie auf Teeniegröße geschrumpft ist...

Aber lassen wir das: in diesem Fall - bei einer Jacke - will ich es nun doch nochmal wagen. Das Garn "Organico" von Lana Grossa aus der Linea Pura habe ich noch im Stash. Es ist ein Baumwollgarn und ich verstricke es mit Nadelstärke 5mm. Die Maschenprobe ist fernab der in der Anleitung angegebenen: ich komme mit 12 Maschen im Muster auf 10cm statt mit 16 Maschen. Zudem wächst das Garn noch nach dem Waschen in die Breite und weniger in die Länge.

Die Maschenprobe ist also nicht ganz unwesentlich. Außerdem habe ich durch die Maschenprobe wiedermal das Strickbild verfeinert:
sl 1, k2tog, psso
Die Maschenprobe mit der angebenen Technik (ich denke ich habe sie richtig interpretiert) gefiel mir gar nicht. Daher habe ich die Technik angewendet, die ich auch für die Restedecke beim zusammenstricken von 3 Maschen verwende: mittlere Maschen abheben, linke und rechte Maschen zusammenstricken und mittlere Maschen überheben.
Alternative Technik um 3 Maschen rechts zusammenszustricken.
Und so sieht nun das fast fertige Rückenteil fertig aus. 
Teil des Rückens der Belvedere Jacke
Ich folge wegen der anderen Maschenprobe der Anleitung für Größe 35 1/4'' statt 41 1/4''-44 1/4''. Dabei orientiere ich mich für die Länge allerdings an den größeren Angaben. Ich habe der Jacke allerdings noch 2 Inches zusätzliche Länge gegönnt - ich denke das kann ich gut brauchen. :-)



Mittwoch, 29. Mai 2013

Da war doch noch was und: was soll ich nun stricken?

Notruf! Notruf! SOS!

Liebe Leser: entschuldigt bitte, dass ich solange nicht mehr gepostet habe. Ich hatte schlicht entweder keine Zeit oder keine Lust (oder beides) um zu posten. Und soviel ist nun auch nicht passiert oder fertig geworden. Ich stricke gerade ausgesprochen wenig. Ich brauchte einfach mal eine Strickpause.

Nun werde ich aber wieder zu den Nadeln greifen, denn...

eine meiner Cousine hat ein kleines Töchterchen zur Welt gebracht. 4 Wochen zu früh und entsprechend klein. Zum Glück aber gesund. :-) :-) :-)

Das geplante Babyjäckchen hatte ich noch nicht einmal begonnen (jede Cousine hat bisher zur Geburt ein Babyjäckchen von mir bekommen). Nun stellt sich mir die Frage: was stricke ich nun für das zierliche, kleine Baby?

Normalerweise wird es ja immer eine tendenziell zu große Jacke, aber dieses kleine Menschenkind, braucht ja jetzt etwas und zu großes hat meine Cousine verglichen mit der Ist-Situation sicherlich schon genug.

Habt Ihr Vorschläge? Ich dachte an auf jeden Fall eine Mütze für Frühchen. Aber irgendwas darf da noch dazu (vielleicht auch mehr, weil es ja für so Kleine echt schnell geht und auch sehr wichtig ist!).

Was wird am meisten gebraucht? Jäckchen? Strampler? Socken? Oder einfach lieber ein Stapel Mützen? Ich habe ja so gar keine Ahnung!

Montag, 1. April 2013

Eine besondere Babyjackenkonstruktion


Demne

Für den Nachwuchs meiner Cousine habe ich eine Babyjacke mit einer ganz besonderen Konstruktion gestrickt. Da ich noch nicht wusste, ob sie nun einen Jungen oder ein Mädchen erwartet, habe ich mich für eine neutrale Wolle aus meinem Wollvorrat entschieden (Katia Pima Cotton). Ich habe etwas über 3 Knäuel dafür verbraucht. Die Konstruktion ist sehr spannend und erfordert entweder gutes Vorstellungsvermögen oder viel Vertrauen in die Anleitung und das eigene Nachvollziehen der Anleitung.

besondere Konstruktion
Die Anleitung ist von Annie Cholewa und heißt Demne. Sie steht bei Ravelry kostenfrei zum Download. Man kann der Anleitung gut folgen und sollte keine Scheu vor offenen Maschenanschlägen haben.
 
Am Ende braucht man nur noch die Seitennähte und die Ärmelnähte schließen und man erhält eine wunderbare Jacke.
 
Übrigens: ich liebe diese simplen, neutralen Jacken, die nicht gleich schreiend babyblau oder mädchenrosa sind.

Außerdem lässt sich sowas neutrales wunderbar kombinieren - wobei ich natürlich auch kräftige Farben sehr schätze. Nun muss es nur noch meiner Cousine und ihrem Mann gefallen. Dem kleinen Jungen (ja, es ist ein Junge geworden) gefällt die Jacke hoffentlich auch aus dieser kuscheligen Baumwolle. Die Katia Pima Cotton lässt sich übrigens sehr gut verstricken.

Montag, 25. März 2013

Eiffeltower

Ich habe ganz lange keine Blogposts mehr geschrieben, aber ich war nicht untätig. Einige Projekte habe ich Euch noch nicht vorgestellt, aber das werde ich nun nach und nach machen.
 
Am Wochenende konnte ich jemanden glücklich machen. Es ist doch immer wieder schön zu sehen, wie ein selbst gestricktes Tuch leuchtende Augen hervorrufen kann. Diesmal war der Glücksbringer dieses "Dinner in the Eiffel-Tower"-Tuch. Die Anleitung stammt von Jessie Dodington. Ich habe dies Kaufanleitung natürlich bei Ravelry gefunden. Das Tuch ist relativ leicht zu stricken. Das fertige Tuch ergibt einen Halbkreis. Als Garn hat sich die Beschenkte das Araucania Botany Lace aus meinem Wollvorrat in der Farbnummer 1794 ausgesucht. Die Beschenkte hatte nämlich mein Mystery-KAL-Tuch von Anniken Allis bewundert und vorsichtig angefragt, ob ich ihr nicht auch ein Tuch stricken könnte. Als ich ihr sagte, dass sie sich gerne dafür ein Garn aus meinem Stash aussuchen dürfte und ich auch noch die Araucanía Botany Lace in einer anderen Farbe da hätte, war ihr die Auswahl nicht schwer gefallen.
 
Eine gute Wahl wie ich finde.
 

Dinner in the Eiffel Tower Shawl - Araucanía Botany Lace
Das Garn fühlt sich superweich an und lässt sich wunderbar aufspannen.

Hier seht ihr das Tuch im ungespannten und gespannten Zustand zum Vergleich:
ungespanntes Tuch

gespanntes Tuch
Ich habe für das Tuch fast den kompletten Strang verbraucht und nur noch einen Minirest von einigen Meter übrig behalten. Bei dem Tuch kann man die Größe wunderbar anpassen. Die Wellenform des Rands kommt mal wieder von meiner Spanntechnik. Beim ungespannten Tuch sieht man ganz gut, dass das eigentlich nicht vorgesehen ist.
 
Tja, und was soll ich sagen: meine Mama, die dieses Geschenk, das nun nicht für sich gedacht war, gesehen hat, schaute recht neidisch darauf. Meinen Hinweis, dass ich ihr sehr gerne ein Tuch stricken würde, hat sich freudig entgegen genommen. Bisher hat sie den Vorschlag ja immer abgelehnt. Am liebsten wäre ihr wohl genau das Tuch. Meine Frage nach der Farbwahl ergab ein grün-grau. Und das Garn dürfe es natürlich auch sein.
 
Nun ja, ich stricke ungern zweimal genau das gleiche und so wird sie wohl ein anderes Tuch bekommen. Und mal sehn in welcher Farbe ich nun die Araucanía Botany Lace beim örtlichen Wollhändler kaufen kann. Dies war nämlich mein letzter Strang.
 
*g* Und meine Schwägerin wisperte auch schon meinem Schwager zu, ob sie sich wohl auch mal ein Tuch wünschen dürfe. Na ja, wünschen kann man sich ja vieles . ;-)