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Sonntag, 6. November 2011

Und ich zähle, zähle, zähle im Trippelschritt...

Ich hatte Euch vor einiger Zeit von der Versuchung eines KAL's erzählt. Nach anfänglicher Euphorie langweilte sich die Seaside Shawlette in meinem Strickkorb vor sich hin. Nun habe ich mir das Projekt wieder vorgenommen und bin ein Stück weitergekommen. Ich bin nun bei der Reihe 67 von 76 Reihen + 7 Randreihen. Eine Ende ist also in Sicht. Das wird auch höchste Zeit, den der KAL läuft offiziell noch bis zum 11. November. Also heißt es ranhalten. Soll ich ehrlich sein? Die Zählerei nervt mich ganz schön und mindert doch deutlich das Strickvergnügen. Teilweise besteht ein Mustersatz aus 67 Maschen.

Und so sieht es bis jetzt aus:
Seaside Shawlette bis Reihe 67
Details vom Seaside Shawlette
 Würdet Ihr das als Schal oder als Tuch bezeichnen?

Freitag, 4. November 2011

Mein erster Loop für mich selbst

Meinen allerersten Loop "In der Dämmerung" habe ich ja als Wichtelgeschenk verschenkt. Die Wolle liegt auch noch da und ich will ihn mir einmal selbst stricken. Zwischendurch brauchte ich aber ein Projekt für das Stricktreffen. So habe ich einen Loop im Korbflechtmuster angeschlagen. Hier findet Ihr den Zwischenstand.

Und nun ist er fertig, fertig, fertig!!! Ich habe den Loop schon beim Radfahren ausprobiert und er ist einfach nur toll. Er ist kuschelig und hat einen guten Stand. Ich werde mir definitiv auch noch einen weichfallenden Loop stricken, aber der Stand ist toll, um den Hals beim Fahrradfahren wirklich zu schützen. Zudem ist der Loop sehr schnell gestrickt und beeindruckt durch seine Machart - auch wenn sie in Wirklichkeit sehr einfach zu stricken ist.
Korbflechtloop mit Selbstauslöser *g*

Hier die Facts & Figures:
Garn: Lana Grossa Alta Moda Seta, ca. 375g
Strickanleitung: Filati Catwalk Herbst/Winter 2010, #16
Nadelstärke: 8mm
Häkelnadel: 6mm
Anpassungen: mit festen Maschen statt mit Krebsmaschen umhäkelt

Ich hatte einen Versuch mit den Krebsmaschen gestartet. Ich habe vorher noch nie Krebsmaschen gearbeitet. Es ging mir überhaupt nicht von der Hand und sah ziemlich ungleichmäßig aus. Daher habe ich die Maschen wieder geribbelt und stattdessen den Loop mit einer Reihe festen Maschen umhäkelt.

Nachtrag: schaut mal hier, wenn Ihr das Muster toll findet.

Donnerstag, 3. November 2011

Nein, ich bin noch nicht müde!


Gestern habe ich an dem Loop im Korbflechtmuster weitergearbeitet und das 4. Knäuel Lana Grossa Alta Moda Seta größtenteils verstrickt. Ich habe abgekettet, die Kanten miteinander verbunden und so sieht er nun aus:
Loop im Korbflechtmuster
Vielleicht könnt Ihr hier die Farbe auch besser erkennen als im letzten Beitrag. Ich werde, wenn der Loop komplett fertig ist, mal ein Foto bei Tageslicht machen und hochladen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Das wird wohl ein neues Lieblingsteil. Noch habe ich nicht die obere und untere Kante mit Krebsmaschen umhäkelt.
einfach Abschlusskante

Statt zu häkeln, habe ich nun begonnen das Garn von Zauberwiese "Zauberhaft" zu wickeln.
Zauberwiese "Zauberhaft"
Beim letzten Mal hatte es zu einem Desaster geführt. Ich hatte es für den Laceschal für Oma nicht gleich richtig gemacht und 2 Wochen im Anschluss an den ersten Wickelversuch die Schappeseide entknotet und richtig gewickelt.
Diesmal sollte es mir nicht passieren und so habe ich mich in eine Art Schneidersitz gesetzt und den Strang um meine Knie gespannt. Ein ganzes Stück (so 1 Stunde lang) ging es auch gut. Aber dann wurde ich eilig, schob das Garn nicht immer wieder zu recht und das ist dabei rausgekommen:
Wollwirrwarr

Es sieht schlimmer aus, als es in Wirklichkeit ist. Es wurmt mich aber natürlich tierisch. Also entknotete und entknotete ich. Allmählich wurde es Schlafenszeit. Ich entknotete und wickelte weiter. 20 Minuten später bin ich noch hellwach ins Bett gegangen mit dem Gedanken "Wenn ich nicht einschlafen kann, dann gehe ich zurück zur Wolle und wickel weiter". Kaum lag ich im Bett und das Licht war ausgeschaltet, gähnte ich herzhaft und schlief ein...

Was war nun stärker? Die Stricksucht oder die Wirkung des Yoga-Frühaufsteherkurs?

Mittwoch, 2. November 2011

Yoga und Stricken - mein persönlicher Vergleich

Die Projektmanagerin brachte mich am Montag beim Bremer Stricktreff auf die Idee zu diesem Post. Vielleicht lag es daran, dass ich so über Yoga geschwärmt habe. ;-) Hier also mein persönlicher Vergleich von Yoga und Stricken:

Entspannung
Stricken entspannt. Meistens jedenfalls. Ausnahmen sind wohl die Momente, wenn ich gebeugt über einem Chart hänge und mich frage, wie das alles funktionieren soll. Oder wenn das Gestrickte nicht so aussieht, wie es aussehen sollte. Aber meistens, meistens entspannt es.
Yoga hingegen entspannt mich immer, wenn die Voraussetzungen stimmen.
Meine persönlichen Entspannungsvoraussetzungen sind:
a)guter Yogalehrer
b)angenehme Raumatmosphäre. Bei der richtigen Umgebung kann ich auch ohne Yogalehrer richtig konzentriert Yoga üben und in eine tiefe Entspannung gleiten.
Zu schlechten Yogalehrern gehe ich nicht mehr. Und wenn die Raumatmosphäre nicht stimmt, dann übe ich kein Yoga. Also: Yoga entspannt mich immer.
Schultern
Bei besagter Körperhaltung (verkrampft über dem Chart hängend) oder auch stundenlangem Stricken können sich meine Schultern schon mal verspannen. Das passiert mir beim Yoga nie. Nach dem Yoga macht sich gelegentlich ein wohliges Muskelvibrieren breit bzw. folgt kurze Zeit später ein leichter Muskelkater. Im allgemeinen ist meine Muskulatur (und mein gesamter Körper) nach dem Yoga wunderbar entspannt. Wie frisch geschlüpft. Wenn ich mich an das beim Yoga Gelernte halte, dann verspanne ich mich aber auch nie beim Stricken.
 
Suchtfaktor
Stricken macht süchtig. Ihr kennt es alle: "Ja, ich komme gleich. Nur noch diese eine Reihe!"
Und Yoga? Yoga macht auch süchtig. Wenn die Wirkung von Yoga einsetzt, dann beginnt es. Der Körper schreit förmlich danach: "Mach den Sonnengruß! Oh, noch eine Runde Wechselatmung! Bitte!"

Gefühl
Yoga verbessert das Körpergefühl. Stricken verbessert das Gefühl für Materialien.
 
Zeitaufwand
Das hängt von den Zielen und Launen ab. Es reicht mir in der Regel einmal wöchentlich Yoga konzentriert auf der Yogamatte zu praktizieren. Oft mache ich auch Yoga zwischendurch, in dem ich meine Haltung überprüfe und korrigiere oder Atemübungen beim Fahrradfahren auf dem Arbeitsweg praktiziere. Yoga ist eine Haltung und geht damit immer.
Der Zeitaufwand beim Stricken hängt natürlich ganz stark vom gewünschten Ergebnis und von den Gelegenheiten ab. Zählt Stricken beim Bahnfahren als Zeitaufwand? Ich finde nicht. Beim Fahrradfahren kann ich nicht stricken. Dafür kann ich beim Fernsehen nicht wirklich Yoga üben.
Kosten
Was sind schon eine günstige Yogamatte, insgesamt 4 Yogahosen und einige dicke Socken gegen die Investitionen in den Wollvorrat, die guten Nadeln etc.?
Dafür war mein Strickunterricht (by Oma) kostenfrei. Yogakurse sind aber auch nicht sehr kostenintensiv und werden teilweise von den Krankenkassen übernommen.
 
Tradition
In meiner Familie gibt es zwar eine Stricktradition, aber keine Yogatradition.

Schlaflose Nächte
... gibt es dank Yoga nur äußerst selten.
... sind strickend sehr produktiv.
Wirkungen
Beständiges Stricken führt zu einer Zunahme von gestrickten Kleidungsstücken.
Yoga führt bei mir zu
  • einem verbesserten Stoffwechsel und damit weniger Körpergewicht
  • der Möglichkeit ohne Ohrenschmerzen Flugzeuglandungen zu überstehen
  • einer verbesserten Hormonlage
  • mehr Beweglichkeit
  • mehr Wohlgefühl
  • warmen Händen und Füßen auch ohne dicke Socken
Wirkungen auf das Umfeld
Es ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn ich im Wohnzimmer beim Schulterstand entspannen möchte, während mein Mann vielleicht gerade fernsieht. Mich stört so der Fernseher und mein Mann schaut dann ständig zu mir statt zum Fernseher. Das ist also eine schlechte Idee. Auf der anderen Seite gibt es auch den Vorwurf, dass ich nicht richtig zuhören würde, wenn ich gerade stricke. Diesen Vorwurf kann ich nicht immer zurückweisen. Es hängt vom Strickprojekt ab, ob dies so stimmt. Auf der anderen Seite bin ich sowohl beim Yoga als auch beim Stricken friedlich und grundsätzlich wohlgesonnen. Es entspannt mich beides und so kann ich auch entspannter den Herausforderungen des Alltags entgegensehen.
 
Fazit
Warum sollte ich mich zwischen Yoga und Stricken entscheiden, wo ich doch beides machen kann?

Dienstag, 1. November 2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 44/2011

Das Wollschaf stellt heute folgende Frage:
Beim Stricken der Knopflochblende bin ich immer ein bißchen unsicher, ob die Knopflöcher auch wirklich an der korrekten Stelle von mir gestrickt wurden, wo auf der anderen Blende der Knopf bereits angenäht ist, trotz mehrfacher vorheriger Messung. Mich würde interessieren, welche Art von Blenden Ihr an Euren Strickteilen anbringt. Strickt Ihr sie gleich mit, später an oder ganz separat? Gelingen Eure Blenden immer auf Anhieb oder habt Ihr manchmal Probleme, dass sie zu kurz oder zu lang werden? Welche Methode/Technik habt Ihr, um die Knopflöcher korrekt in der Höhe der Knöpfe zu setzen? Klappt das immer auf Anhieb oder seid Ihr manchmal auch unsicher, ob alles richtig sitzt? Arbeitet Ihr gerne Blenden, besonders die Knopflochleiste?

Das Problem hatte ich noch nie. Okay, ich habe bisher nur bei zwei Objekten Knopflöcher gestrickt. Vom Nähen bin ich aber gewohnt erst die Löcher zu arbeiten und danach die Knöpfe anzunähen. So passt es immer. ;-)
Da ich nicht gerne Gestricktes vernähe, versuche ich die Knopflöcher direkt beim Stricken zu arbeiten bzw. die Blende durch Maschenaufnahme vom Hauptteil direkt anzuarbeiten.